Bürgerkriegsgebiet Sudanesische Rebellen entführen Entwicklungshelfer

Sechs bulgarische Entwicklungshelfer sind nach der Notlandung ihres Hubschraubers im Sudan entführt worden. Eine Rebellengruppe hat sie in ihre Gewalt gebracht.


Khartum/Sofia - Die Rebellengruppe "Sudanesische Volksbefreiungsbewegung - Nord" (SPLM-N) hat sechs bulgarische Entwicklungshelfer in ihre Gewalt gebracht. Die Mitarbeiter des Welternährungsprogramms wurden verschleppt, nachdem ihr Hubschrauber notlanden musste. Sie waren auf dem Weg aus der Republik Südsudan in die sudanesische Hauptstadt Khartum.

"Der Hubschrauber durchflog ein Kampfgebiet in der Provinz Südkordofan, die von der Regierung oft bombardiert wird", sagte Rebellensprecher Mubarak Ardol. "Die SPLM-N ging davon aus, dass es sich um einen Militärhubschrauber handelte."

Bulgariens Außenminister Daniel Mitov sagte, es liefen Verhandlungen, um eine schnelle Freilassung der Geiseln zu erreichen. "Den bulgarischen Bürgern geht es gut", sagte Mitov. Auch die Vereinten Nationen und das Welternährungsprogramm seien an den Bemühungen beteiligt. Die Forderungen der Entführer sind nicht bekannt.

Die Kämpfe zwischen sudanesischen Regierungstruppen und der SPLM-N sind seit Ende vergangenen Jahres wieder heftiger geworden. Im Dezember 2014 scheiterten Verhandlungen über einen Waffenstillstand in den Provinzen Südkordofan und Blauer Nil.

syd/Reuters

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