Seemanöver bei Kapstadt Deutsche Fregatte beschießt versehentlich Motorboot

Vor der Küste Südafrikas hat ein Schiff der Bundeswehr bei einer Übung auf ein unbeteiligtes Boot gezielt - und es beinahe versenkt. Grund für den Zwischenfall war offenbar eine Verwechslung.

Bundeswehr-Fregatte "Karlsruhe" (Archivbild): Gefährlicher Fehlschuss
DPA

Bundeswehr-Fregatte "Karlsruhe" (Archivbild): Gefährlicher Fehlschuss


Hamburg - Gefährliches Versehen vor der Küste Südafrikas: Ein Kriegsschiff der Bundeswehr hat bei einer Übung im Atlantischen Ozean beinahe ein Motorboot versenkt. Beim Seemanöver "Good Hope" habe eine deutsche Fregatte versehentlich ein unbeteiligtes Boot beschossen und nur knapp verfehlt, melden ein deutscher Blogger und das südafrikanische Portal "iol News".

Demnach kam es zu dem Vorfall schon am Mittwoch bei einem Übungseinsatz der deutschen Fregatten "Hessen" und "Karlsruhe". Eines der beiden Kriegsschiffe habe das etwa acht Meter lange Motorboot "Arctic" mit einer zum Abschuss freigegeben Drohne der Bundeswehr verwechselt.

Die "Arctic" sendete einen Notruf ab, den die deutschen Marineschiffe daraufhin empfingen. Die Bundeswehr untersucht derzeit noch den Vorfall, wie es in einer Mitteilung der Marine heißt. Demnach blieben sowohl das beschossene Boot unbeschädigt als auch dessen Besatzung unverletzt.

Der Kapitän sprach in einem Interview von drei Geschossen, die sein Boot um "etwa 15 bis 20 Meter" verfehlt hätten. "Meine Beine haben gebebt und meine Crew war in Panik", sagte Anthony Day "iol News". Das deutsche Schiff habe auf seinen Funkspruch nicht reagiert, der Beschuss sei aber eingestellt worden. "Das war so nah, dass wir das Schießpulver riechen konnten und meine Ohren geklingelt haben", so der Kapitän.

mxw

insgesamt 61 Beiträge
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Seite 1
Robert Mitchum 27.03.2015
1.
Schlecht gezielt, zum Glück für das Boot. Ich frag mich wer das Ziel wohl aufgeklärt/bestätigt hat und wieso dieses Seegebiet nicht gesperrt war bzw. trotzdem befahren wurde.
Augustusrex 27.03.2015
2. Nicht gut
So eine kurze Distanz, dass der Skipper des Motorbootes den "Geruch des Pulvers hören" konnte, und dann trotzdem mindestens 15 m vorbeigeschossen. Kein Ruhmesblatt für unsere Marine. Na gut, dass es das falsche Ziel war kann man beanstanden, aber Fehler sind da um gemacht zu werden. Ironie...
bartsuisse 27.03.2015
3. ist doch schon eine Leistung, dass die Marine
überhaupt so weit weg navigieren konnte, hätte ich beim Zustand nicht gedacht dass sie über den Ärmelkanal hinaus kommen
computerbauboehm 27.03.2015
4. @Redaktion
schade, dass hier blind kopiert wird. Schießpulver hören? eher riechen. nichts desdotrotz sollte dass unseren so gut ausgebildeten Soldaten nicht passieren. nächstes Mal bitte einen Blick auf das Boot und die Kennzeichnung werfen. außerdem, wie kann man bitte so weit daneben schießen.
matthes schwalbe 27.03.2015
5.
Zitat von Robert MitchumSchlecht gezielt, zum Glück für das Boot. Ich frag mich wer das Ziel wohl aufgeklärt/bestätigt hat und wieso dieses Seegebiet nicht gesperrt war bzw. trotzdem befahren wurde.
Ulla v.d.L. bzw. Barbie :-)
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