Nach Zuma-Rücktritt Cyril Ramaphosa ist Südafrikas neuer Präsident

Nur 16 Stunden nach dem Rücktritt des alten hat Südafrika einen neuen Staatschef: Das Parlament in Kapstadt hat Cyril Ramaphosa zum Präsidenten gewählt.


Einen Tag nach dem Rücktritt von Südafrikas Präsident Jacob Zuma ist dessen bisheriger Stellvertreter Cyril Ramaphosa zum neuen Staatschef gewählt worden.

Da es im Parlament keinen Gegenkandidaten gab, gilt Ramaphosa ohne Abstimmung als gewählt, wie der Präsident des südafrikanischen Verfassungsgerichts, Mogoeng Mogoeng, erklärte.

Ramaphosas Vorgänger Zuma war am Mittwochabend vom Amt des Staatspräsidenten zurückgetreten. Damit war sein Vize Ramaphosa bereits kommissarisch im Amt. Zuma werden persönliche Bereicherung und Korruption vorgeworfen. Außerdem wird der Ex-Präsident für die wirtschaftliche Misere des Landes verantwortlich gemacht.

Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, (r.) im Parlament in Kapstadt
REUTERS

Cyril Ramaphosa, Präsident von Südafrika, (r.) im Parlament in Kapstadt

Zuma hatte bis zuletzt alle Vorwürfe bestritten und noch am Nachmittag einen Rücktritt ausgeschlossen und die Behandlung durch seine Partei als "unfair" bezeichnet. Die Regierungspartei ANC hatte ihn nach einer Sitzung des Exekutivkomitees in der vorangegangenen Nacht zum Rücktritt aufgefordert.

Nach der Wahl Ramaphosas brachen im Parlament Applaus und Gesang aus. Eine kleinere Oppositionspartei hatte das Plenum vor der Abstimmung aus Protest verlassen.

cht/dpa

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