Südafrikas verstorbener Nationalheld Mandela hinterlässt drei Millionen Euro

Vor seinem Tod hatten Familienangehörige über das Erbe von Nelson Mandela gestritten. Die Testamentseröffnung ist nun aber friedlich abgelaufen. Südafrikas erster schwarzer Präsident hat knapp drei Millionen Euro hinterlassen, den Großteil bekommt seine Witwe.

Testamentseröffnung in Südafrika: Auch der regierende ANC bekommt Geld
AFP

Testamentseröffnung in Südafrika: Auch der regierende ANC bekommt Geld


Pretoria - Knapp zwei Monate nach dem Tod von Nelson Mandela ist das Testament des früheren südafrikanischen Präsidenten eröffnet worden. Mandela hinterlässt laut einer am Montag veröffentlichten Kurzfassung ein Vermögen von 46 Millionen Rand, das sind umgerechnet knapp drei Millionen Euro. Rund die Hälfte davon geht an seine Witwe Graca Machel; den Rest verteilte Mandela an seine Familienstiftung, seine Partei, an Bildungseinrichtungen sowie an langjährige Mitarbeiter.

Seiner Familienstiftung vermachte der Anfang Dezember verstorbene Anti-Apartheid-Kämpfer und erste schwarze Präsident Südafrikas drei seiner Häuser, darunter vor allem sein Besitz in Qunu, seinem Heimatdorf, wo er auch bestattet wurde. Ein Großteil der Tantiemen für seine Bücher und andere Projekte fließt ebenfalls an die Stiftung, zwischen zehn und 30 Prozent erhält der regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) zur Förderung der "Prinzipien der Versöhnung zwischen den Menschen Südafrikas".

Mandela hatte sein Testament 2008 überarbeitet

Mandelas ehemalige Mitarbeiter bekommen demnach jeweils etwa 3000 Euro. Jeweils 6700 Euro gehen an zwei Universitäten und drei Schulen. Mandelas Haus in Johannesburg, in dem er am 5. Dezember im Alter von 95 Jahren starb, erbt die Familie seines verstorbenen Sohns Makgatho. Nach Mandelas letztem Willen soll es künftig als Treffpunkt für die Familie dienen, "damit sie noch lange nach meinem Tod ihren Zusammenhalt bewahrt". Seine Kinder, die sich noch zu seinen Lebenszeiten rund 222.000 Euro geliehen hatten, dürfen den noch nicht zurückgezahlten Betrag behalten.

Mandela hatte das Testament nach Gerichtsangaben im Jahr 2004 aufgesetzt und vier Jahre später nochmals überarbeitet. Nach Angaben des Testamentsvollstreckers war praktisch der gesamte Clan bei der Verlesung anwesend. In der ursprünglichen Fassung habe Mandela bei fast jedem seiner Erben eine kleine Erklärung beigefügt, berichtete er. Demnach verlief die Verlesung ohne Zwischenfälle. Noch vor Mandelas Tod war zwischen einigen seiner nächsten Angehörigen ein bitterer Streit um sein Erbe entbrannt.

syd/AFP



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 18 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
denseq 03.02.2014
1. Siehe da!
Woher hat ein ewiger Häftling in einem so "armen" Land 3 Mio her??? Sind es etwa unsere Steuergelder? Ich liebe Politiker und unnütze Parteien auf der ganzen Welt! Das Geld von sämtlichen Schwarzgeldkonten dúrfte Einiges an Armut lindern, schön, dass es keiner mitnehmen kann, wir alle gehen auch wieder nackt!
bertholdalfredrosswag 03.02.2014
2. Südafrikas verstorbener Nationalheld: Mandela hinterlässt drei Millionen Euro
MNachdem ich seine Bographie von Richard Stengel gelesen hatte, wundert es mich doch ein wenig, dass Mandela solchen Besitz angehäuft hat. Allerdings geht aus der Bographie hervor, dass Mandela sich selbst immer nur für einen ´natürlichen Menschen hielt.`
oros 03.02.2014
3. Shirts, Tassen, Karten, Bücher...
...Rechte an Verfilmungen, Unterstützer und nicht zuletzt seinen job als Präsident! Natürlich hat der Mann Geld verdient. Glaubt doch nicht alle an das Mediale Märchen des armen, Leidensgeplagten Buschmenschen.
herent 03.02.2014
4. Ein ordentlicher Stundenlohn,
. mit dem man sich sein Sparbuch ein bisschen aufbessert. Alles ehrlich erarbeitet.
Dr.Fuzzi 03.02.2014
5. Och Joh!
Zitat von denseqWoher hat ein ewiger Häftling in einem so "armen" Land 3 Mio her??? Sind es etwa unsere Steuergelder? Ich liebe Politiker und unnütze Parteien auf der ganzen Welt! Das Geld von sämtlichen Schwarzgeldkonten dúrfte Einiges an Armut lindern, schön, dass es keiner mitnehmen kann, wir alle gehen auch wieder nackt!
Offensichtlich gehören genau Sie zu der Sorte Mensch, denen alltäglich in das zum vor unsäglichem Neid sabbernden geöffneten Maul ganz gepflegt A A gemacht werden sollte! Das Mandela mit seinen Vorträgen und sonstigen Veröffenlichungen gutes Geld verdient hat, ist wohl deutlich weniger ehrenrührig, wie das illegale Zinseszinsschachern einer Alice Schwarzer!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.