Südafrikas Ex-Präsident: Nelson Mandela ins Krankenhaus eingeliefert

Südafrika sorgt sich erneut um den früheren Präsidenten Nelson Mandela. Der 94 Jahre alte Friedensnobelpreisträger wird in einer Klinik behandelt: Mandela leidet an einer Lungenentzündung.

Johannesburg - Nelson Mandela leidet wieder an einer Lungeninfektion. Der frühere südafrikanische Präsident, 94 Jahre alt, ist in der Nacht zum Donnerstag erneut in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Friedensnobelpreisträger werde wegen einer Lungeninfektion behandelt, teilte das Präsidentenamt mit.

Erst Ende 2012 war Mandela wegen einer ähnlichen Infektion und einer anschließenden Gallensteinoperation in einer Klinik in der Hauptstadt Pretoria behandelt worden. Seit seiner Entlassung Ende Dezember wurde er zu Hause betreut.

"Wir haben volles Vertrauen in das Ärzteteam und wissen, dass alles getan wird, um sicherzustellen, dass er wieder gesund wird", sagte Staatschef Jacob Zuma. Er forderte die Südafrikaner und die Welt auf, für den Nationalhelden zu beten.

Ikone der Anti-Apartheid-Bewegung

Wegen seines Kampfes gegen das rassistische Apartheid-System hatte Mandela 27 Jahre lang in Haft gesessen. Im Februar 1990 wurde er entlassen - das Ende der Apartheid war gekommen. Drei Jahre später wurde er mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

1994 gewann Mandelas ANC mit überwältigender Mehrheit die ersten freien Wahlen in Südafrika. Er wurde der erste schwarze Präsident Südafrikas. Er blieb fünf Jahre im Amt. 2004 beendete Mandela seine politische Karriere. Seither hat sich der Friedensnobelpreisträger auch größtenteils aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und lebt in seinen Heimatort Qunu im Südosten des Landes.

kgp/dpa/AFP

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Die Einschläge kommen näher
schlau-meier 28.03.2013
mit 94 aber sicherlich normal. Ich bin mal gespannt,ob es in Südafrika ruhig bleiben wird,wenn die Gallionsfigur stirbt. Denn wenn man schon beten soll....
2. oh man..
bassreflex 28.03.2013
Man sollte einfach mal locker bleiben.... der Mann ist 94 Jahre alt und keine 40.... irgendwann stirbt jeder... auch ein Nationalheld!
3. Nelson Mandela
Mondlady 28.03.2013
Mein Gott Schlau-meier! Es geht hier um einen Menschen, und zwar um einen Menschen, der mehr Mut bewiesen hat als man sich überhaupt vorstellen kann! Er hat die sog. schönsten Jahre seines Lebens im Gefängnis verbracht für seine Überzeugungen, für sein Volk, und das, ohne zu zerbrechen! Ich kann mich noch genau anseine Entlassung aus dem Gefängnis erinnern: Eigentlich erwartete ich, dass ein total gebrochener Mann in einem Auto gefahren wird; statt dessen: ein aufrecht gehender Mann mit erhobener Faust und einem Lächeln im Gesicht.... Welche Größe! Ich bete für ihn, gleichgültig was nach seinem Tod kommen wird.
4. Mandela wird völlig überbewertet
Oskar ist der Beste 28.03.2013
Zitat von schlau-meiermit 94 aber sicherlich normal. Ich bin mal gespannt,ob es in Südafrika ruhig bleiben wird,wenn die Gallionsfigur stirbt. Denn wenn man schon beten soll....
Warum sollten die Schwarzen, von denen immer noch zuviele materiel ausgebeutet werden (nicht alle!) weitehin ruhig bleiben, wenn Mandela stirbt. Und welchen Vorteil hätten sie davon, wenn sie weiterhin der "Vergeben und Vergessen" Agenda eines Mandela und Tutu folgen würden. Was wir hier in Europa nicht begreifen, daß Mandela und seine Politik bei der Bevölkerungsmehrheit bei weitem nicht so beliebt ist, wie wir das gerne hätten, und das hat gute Gründe. Und Mandela wird von einem rassistisch motivierten Westen, der nur ein Interesse daran hat, dass die soziale Ungerechtigkeit in dem Land sich nicht ändert, und eben den weißen Südafrikanern und einer korrupten schwarzen oberschicht gehuldigt. Davon abgesehen hat Mandela niemals der Gewalt abgeschworen, er hat sich aber wohl kaufen lassen (oder vielmehr sein Clan - ja den gibt es) als auf 1994 zuging. Und er ist ein großer Mann trotz alledem, weil bis zum Ende des Rassenstaates den Kampf angeführt hat, aber das ändert leider nichts daran, dass er im Aufbau eines auch Chancengleichheit aller ethnischen Gruppen Südafrikas ausgerichtes Gemeinwesen nicht erfolgreich war und vielleicht auch gar nicht erfolgreich sein konnte. (Und wie immer bei diesem Thema : es ist hilfreich, sich mit schwarzen Südafrikanern zu unterhalten, die nicht in irgendwelche Positionen gekommen sind in der Nachwendezeit, sondern immer noch in Shacks oder Matchboxhäusern und zu dem arbeitslos ihr Dasein fristen dürfen.
5. @mondlady
schlau-meier 28.03.2013
aber genau so sehe ich das auch. Ich. war oft in Südafrika,habe seine Bio gelesen,bewundere ihn als einen der letzten großen Persönlichkeiten dieser Zeit. Aber aus Gesprächen in Südafrika weiß ich auch, dass die schwarze Mehrheit immer noch benachteiligt wird und das für viele dort irgendwann der Geduldsfaden reissen wird. Ein Ableben Mandelas wäre so ein Grund. Natürlich wünsche ich ihm alles Gute,aber mit 94 sollte man auch realistisch sein.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Politik
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Ausland
RSS
alles zum Thema Nelson Mandela
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 9 Kommentare
  • Zur Startseite

Fläche: 1.219.000 km²

Bevölkerung: 50,492 Mio.

Hauptstadt: Pretoria

Staats- und Regierungschef: Jacob Zuma

Mehr auf der Themenseite | Wikipedia | Lexikon | Südafrika-Reiseseite