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Südchinesisches Meer: Peking empört über Bomberflug der US-Luftwaffe

Südchinesisches Meer: Machtspiele zwischen USA und China Fotos
AFP

Heikle Machtspiele im Südchinesischen Meer: China fühlt sich durch den Überflug eines B-52-Bombers nahe den Spratly-Inseln provoziert. Das Pentagon prüft den Vorfall.

Versehentlicher Flug oder bewusste Provokation? China wirft den USA vor, die Regierung in Peking mit dem jüngsten Flug eines B-52-Bombers im Südchinesischen Meer zu provozieren. Washington schüre bewusst die ohnehin aufgeheizte Stimmung in der umstrittenen Region, teilte das chinesische Verteidigungsministerium mit.

Die Volksrepublik forderte die USA auf, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um weitere Vorfälle dieser Art zu verhindern. Das chinesische Verteidigungsministerium kündigte zudem an, alle notwendigen Mittel zu ergreifen, wenn Chinas Souveränität und Sicherheit gefährdet seien.

Das Pentagon will laut "Wall Street Journal" prüfen, warum einer von zwei B-52-Bombern vergangene Woche näher an das sogenannte Cuarteron-Riff bei den umstrittenen Spratly-Inseln herangekommen ist. Möglicherweise soll schlechtes Wetter den Piloten zu einer veränderten Route gezwungen haben.

China verfolgt derzeit mit großem Nachdruck umstrittene Gebietsansprüche in der rohstoffreichen Region. Washington liegt in der Causa ebenfalls im Streit mit China, weil wichtige Schifffahrtsrouten durch das Gebiet führen.

Die US-Regierung verurteilt die Aufschüttung künstlicher Inseln durch China scharf. Kürzlich erst forderte Präsident Barack Obama einen Stopp solcher Vorhaben und ein Ende der militärischen Untermauerung von Ansprüchen. Die USA führen vor allem nahe dem umstrittenen Spratly-Archipel Patrouillen zur See und in der Luft durch.

China hatte 2014 damit begonnen, fünf Inseln der Spratlys durch künstliche Landgewinnung um insgesamt etwa 200 Hektar zu vergrößern. Die USA schickten daraufhin Zerstörer in die Region. Bei der Inselgruppe handelt es sich um insgesamt rund 150 Felsen, Atolle und Riffe, von denen gerade einmal fünf Quadratkilometer aus dem Wasser ragen. Neben China erheben auch Vietnam, Taiwan, Malaysia, Brunei und die Philippinen Anspruch auf sie.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 269 Beiträge
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1.
32deins 19.12.2015
Obama ist auch nicht besser als sein Vorgänger, eher im Gegenteil. Bush war wenigstens noch so ehrlich und hat öffentlich auch gesagt was er plant und warum. Und hat dann auch dazu gestanden.
2. Stellvertretend
Bueckstueck 19.12.2015
Für deine beiden Kommentare: Du zeigst einmal mehr die Unfähigkeit Karten zu lesen, nur um eine Gelegenheit zum USA-Bashing zu nutzen. China hat keinerlei legitime Ansprüche auf Inseln die näher vor den Küsten seiner Nachbarn liegen als vor der eigenen. Deshalb hat China auch keinen Grund sich provoziert zu fühlen - im Gegenteil, da das chinesische Militär vor den Küsten von Nachbarstaaten Inseln aufschüttet und militärische Einrichtungen baut, haben alle anderen Grund sich provoziert zu fühlen. Und die bitten nunmal den Stärksten um Hilfe mit dem Pausenhofschläger aus Peking...
3. Wenn
schlipsmuffel 19.12.2015
man sich die Karte so ansieht, sind die Ansprüche der Chinesen schon sehr "ambitioniert"! Der Ärger der Nachbarn ist verständlich, und denen stehen die USA nun mal bei!
4. Und noch was für die ganzen Ami-Hasser:
Bueckstueck 19.12.2015
Nur weil man die See dort "südchinesisches Meer" nennt, gehört es und alles was daraus hervorragt nicht China. Das muss man heute wohl extra sagen, denn ich habe hier im Forum schon mehrfach gegenteilige Behauptungen gelesen...
5. Wie gehabt
nichtsnutz2 19.12.2015
Da betreibt China eine imperialistische Politik und die USA sind in den Augen einiger mal wieder Schuld. Die Spratly-Inseln legen nun einmal in internationlaen Gewässern, egal was China sagt.
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