Korruptionsprozess Südkoreas Ex-Präsidentin Park zu 24 Jahren Haft verurteilt

Südkoreas Ex-Präsidentin Park Geun Hye muss 24 Jahre ins Gefängnis: Ein Gericht in Seoul hat die konservative Politikerin in einem Korruptionsprozess schuldig gesprochen.

Südkoreas Ex-Präsidenten Park Geun Hye
AP

Südkoreas Ex-Präsidenten Park Geun Hye


Die Urteilsverkündung wurde live übertragen: Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye ist wegen Korruption und Machtmissbrauchs von einem Bezirksgericht in Seoul für schuldig befunden worden. Sie wurde zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte sogar eine Haftstrafe von 30 Jahren für Park gefordert.

Park habe Unternehmen zur Zahlung von Bestechungsgeldern in Höhe von 77,4 Milliarden Won (59 Millionen Euro) gezwungen, sagte Richter Kim Se Yoon. Die Bestechungsgelder wurden laut Anklage Park und ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil von drei südkoreanischen Konzernen - Samsung, Lotte und SK - übergeben oder zugesagt. Choi, die Schlüsselfigur in dem Korruptionsskandal, wurde bereits zu 20 Jahren Haft verurteilt.

Die 66 Jahre alte konservative Politikerin war im März vergangenen Jahres nach wochenlangen Massenprotesten ihres Amtes enthoben worden. Die Südkoreaner hatten Park Ende 2012 als erste Frau ins Präsidentenamt des Landes gewählt. Ihr Nachfolger ist der sozialliberale Moon Jae In, der im Mai 2017 bei einer vorgezogenen Wahl gewählt wurde.

als/Reuters/AP



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