Treffen mit Nordkorea und USA Südkorea bringt Dreiergipfel ins Spiel

Weitere Annäherung zwischen Süd- und Nordkorea: Präsident Moon hat ein Treffen mit Kim und Trump vorgeschlagen. Das Ziel müsse sein, die nukleare Bedrohung auf der koreanischen Halbinsel für immer zu beenden.

Moon Jae In (4.v.r.)
AP

Moon Jae In (4.v.r.)


Südkoreas Präsident Moon Jae In hat einen Dreiergipfel mit dem Norden und den USA ins Spiel gebracht, um über das nordkoreanische Atomprogramm zu sprechen. Ein solches Treffen dürfte jedoch von den Fortschritten abhängen, die bei dem geplanten Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un erzielt würden, sagte Moon. Dies soll bis Ende Mai stattfinden.

Moon selbst trifft Kim im Laufe des nächsten Monats wahrscheinlich im Grenzort Panmunjom. Ziel der Treffen müsse sein, die nukleare Bedrohung auf der koreanischen Halbinsel für immer zu beenden, sagte Moon.

Die jüngsten diplomatischen Bemühungen wurden vor den Olympischen Winterspielen in Südkorea im vergangenen Monat verstärkt. In den Monaten zuvor hatten sich Trump und Kim mit Beleidigungen überzogen und sich gegenseitig Vernichtung angedroht.

cte/Reuters



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INGXXL 21.03.2018
1. Man sollte China
In jedem Fall mit einbinden! In China liegt der Schlüssel für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel
s.l.bln 21.03.2018
2. Ein Dreiergipfel...
...dürfte das Letzte sein, was Trump vorschwebt. Das wäre Diplomatie auf Augenhöhe. Der möchte die Situation öffentlich so wahrgenommen wissen, als würde er Kim metaphorisch in den Schwitzkasten nehmen und Ihm pöbelnd feuchte Finger ins Ohr stecken, bis der klein bei gibt. Allseitige Zugeständnisse in einem Dreiergipfel, wären zwar real betrachtet ein großer Erfolg, wenn sie zur Verbesserung der Lage führen, lassen ich in Trumps Sicht aber nicht als Sieg vermarkten.
Bernhard.R 21.03.2018
3. Besser ohne die USA
Das Verhältnis zu den USA ist zerrüttet. Trump hat mit der völligen Zerstörung gedroht. Diese Drohung hatte bereits Clinton 1993 ausgestoßen. Am 16.04.1994 hatte Verteidigungsminister Perry Clinton die Angriffspläne erläutert. Die Vermeidung des Krieges war Ex-Präsident Carter zu verdanken, der an diesem Tag Kim il Sung in der demilitarisierten Zone traf. In den folgenden Verhandlungen hat die USA die Lieferung von 2 Leichtwasserreaktoren zugesagt. NK hat daraufhin seinen Reaktor und die Wiederaufbereitungsanlage geschlossen. Die Lieferung erfolgte jedoch nicht. Clinton unterzeichnete den Vertrag nicht. Sein Nachfolger Bush erklärte die Verhandlungsergebnisse für nichtig. (Quelle: Arte 06.02.2018: Die Kim-Dynastie) Ein Mißtrauen des Rakentenmannes ist mithin berechtigt. Insbesondere, wenn Trump Vorleistungen erwartet.
fabiofabio, 21.03.2018
4. Machen wir uns nichts vor
Spätestens wenn die beiden Koreas einen Deal machen, der den Abzug des US Militärs aus Korea beinhaltet, ist der Ofen aus.
PeaceNow 21.03.2018
5. Nicht mehr nachvollziehbar
warum man immer wieder die USA ins Boot holt, obwohl diese schon die letzten beinahe Lösungen des Konflikts 2005-2010 sabotiert haben und Null Interesse an einer Annäherung, geschweige denn Wiedervereinigung haben, da sie dann ihren wichtigsten Brückenkopf in der Region mit ihren 25.000 Soldaten räumen müssen.
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