Konflikt mit Nordkorea Südkorea droht Kim Jong Un mit militärischer Vergeltung

Südkorea eskaliert den Krieg der Worte: Präsidentin Park Geun Hye hat eine massive und rasche militärische Aktion ohne Rücksicht auf politische Überlegungen angekündigt, falls Nordkorea seine Provokationen fortsetzt. Zuvor hatten die USA Tarnkappenjäger in den Süden geschickt.


Seoul - Die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye hat das Militär aufgefordert, auf jede Provokation der Nordkoreaner schnell und hart zu antworten. "Die Existenzberechtigung für das Militär ist es, das Land und das Volk vor Bedrohungen zu schützen", sagte Park nach Berichten der Nachrichtenagentur Yonhap am Montag. "Wenn es zu Provokationen gegen unsere Bevölkerung oder unser Land kommt, sollten wir ohne jede politische Überlegung noch im frühen Stadium stark reagieren." Sie nehme die jüngsten Drohungen der kommunistischen Führung in Pjöngjang "sehr ernst", fügte Park bei einem Treffen mit hochrangigen Militärs und Verteidigungsminister Kim Kwan Jin hinzu.

Am Sonntag hatten die USA F-22-Jagdflugzeuge von Japan nach Südkorea verlegt und damit erneut Stärke gegenüber Nordkorea demonstriert. Die Maschinen verfügen über die sogenannte Tarnkappentechnik und sind für das gegnerische Radar nur schwer zu erkennen. Zuvor waren bereits zwei US-Tarnkappenbomber vom Typ B-2 nach Südkorea verlegt worden. Die F-22 "Stealth Fighters" sind originär auf dem Luftwaffenstützpunkt Kadena in Japan stationiert. Wie viele Flieger des Typs verlegt wurden, teilte das Blatt nicht mit.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest im Februar deutlich zugenommen. Daraufhin hat die Uno die Sanktionen gegen das Land verschärft.

Die kommunistische Regierung in Pjöngjang hat Südkorea und dessen Verbündeten USA wiederholt mit einem Angriff gedroht. Am Samstag hatte Nordkorea zudem den Kriegszustand mit dem Süden erklärt. Die beiden Länder sind seit dem Korea-Krieg (1950 bis 1953) formell im Kriegszustand. Sie hatten zwar ein Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet, nicht aber einen Friedensvertrag.

cai/AFP/dpa/Reuters



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insgesamt 215 Beiträge
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robert.haube 01.04.2013
1. Hinter dem Nebelvorhang
Was passiert hinter dem Vorhang gegenseitiger Beschimpfungen ? Wie bloomberg heute meldet, hat das Politbüro in Nordkorea gestern beschlossen, Bedingungen für ausländische Investitionen zu erleichtern (vorwiegend wohl an China und die BRICS gerichtet) und den internationalen Warenhandel auszubauen. Ferner sollen Leichtwasser-Reaktoren zur Stromerzeugung gebaut werden. Kim präsentiert sich als "starker Mann", der innenpolitisch Veränderungen durchzieht und außenpolitisch militärische Muskeln zeigt.
rkinfo 01.04.2013
2. Knallhart
Nordkorea ist finanziell nahezu pleite und großflächig verarmt. Da wurde überzogen mit Kriegsdrohungen und nun wehren sich Andere.
abominog 01.04.2013
3. Keine andere Wahl
Höchstwahrscheinlich haben unsere südkoreanischen Freunde keine andere Wahl, als so zu reagieren. Wie lange sollen die sich denn noch die ständigen Drohungen aus Nordkorea gefallen lassen? Selbst wenn man 100% gegen Krieg und ein waschechter Pazifist ist, sollte man bedenken, dass die Nordkoreaner längst Atomwaffen besitzen und kein Mensch genau sagen kann, wieviele es schon sind. Kommt mir jetzt bitte nicht mit dem Argument, dass man sowas schätzen kann, denn womöglich reden wir hier nicht nur von den selbstproduzierten Atombomben, sondern möglicherweise zusätzlich auch von gekauften. PS: Nach einem Atomkrieg kann man hinterher relativ leicht feststellen, woher die abgeworfenen Atombomben stammten. Also ich möchte dann nicht in der Haut der Verkäufer stecken...
ratxi 01.04.2013
4. innenpolitisch puinkten.
Zitat von sysopAP/dpaSüdkorea eskaliert den Krieg der Worte: Präsidentin Park Geun Hye hat eine massive und rasche militärische Aktion ohne Rücksicht auf politische Überlegungen angekündigt, falls Nordkorea seine Provokationen fortsetzt. Zuvor hatten die USA Tarnkappenjäger in den Süden geschickt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedkorea-droht-nordkorea-mit-militaerischer-reaktion-a-891877.html
Auch Präsidentin Park Geun Hye muss eben innenpolitisch puinkten. Von da her sind solche Reaktionen klar und logisch. Dumm ist es trotzdem.
mrmink 01.04.2013
5. Es lebe der Krieg
Die USA werden es nie lernen. Nach Vietnam, Korea, Irak und Afghanistan jetzt wieder Korea. Hauptsache die amerikanische Waffen Industrie hat genug zu tun.
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