Gelbes Meer Chinesische Seeleute attackieren südkoreanische Küstenwache

Zwischenfall im Gelben Meer: Bei einer Kontrolle ihres Frachters haben chinesische Seeleute südkoreanische Küstenwächter mit Schlagstöcken angegriffen und verletzt. Neun Chinesen wurden festgenommen.


Peking/Seoul - Nach Angaben der südkoreanischen Küstenwache in Seoul, waren vier ihrer Beamten wegen des Verdachts der illegalen Fischerei an Bord eines chinesischen Schiffs gegangen. Die Seeleute hätten die Südkoreaner daraufhin mit Schlagstöcken und anderen Waffen angegriffen. Neun Chinesen seien festgenommen worden, als sie versuchten zu fliehen.

Einer der Südkoreaner sei über Bord gegangen, nachdem er von einem Schlagstock getroffen worden sei. Er habe aber gerettet werden können. Die drei anderen hätten Verletzungen an Kopf, Armen und Beinen davongetragen. Sie seien per Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen worden. Die festgenommenen Chinesen wurden zum Stützpunkt der Küstenwache gebracht.

Die südkoreanische Regierung hatte China aufgefordert, härter gegen illegale Fischerei vorzugehen, nachdem ein chinesischer Fischer im Dezember vergangenen Jahres einen Beamten der südkoreanischen Küstenwache getötet hatte. Der Chinese wurde im April zu 30 Jahren Haft verurteilt.

anr/AFP



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