Gesprächsangebot Südkorea lädt Pjöngjang zu Sicherheitskonferenz ein

Formal befinden sich beide Länder im Kriegszustand. Doch jetzt hat Südkoreas Verteidigungsministerium Nordkorea angeboten, an einer Sicherheitskonferenz teilzunehmen. Der kommunistische Nachbar hat noch nicht reagiert.

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un: Gibt es bald weitere Gespräche mit dem Süden?
DPA

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un: Gibt es bald weitere Gespräche mit dem Süden?


Südkorea hat Nordkorea zu einer internationalen Sicherheitskonferenz im September in Seoul eingeladen. Das teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium mit. Die Konferenz findet seit 2012 jährlich statt. Nordkorea wurde nun zum ersten Mal eingeladen. Eine Antwort aus Pjöngjang lag zunächst nicht vor.

Bei der Konferenz ging es in den vergangenen Jahren um Fragen der regionalen und internationalen Sicherheitszusammenarbeit. Auch Themen wie Cybersicherheit und das Atomprogramm des kommunistischen Nordens standen auf der Agenda. Südkorea lud für dieses Jahr bereits 32 Länder ein, darunter die USA, China und Japan.

Südkorea und Nordkorea befinden sich formal im Kriegszustand, weshalb die Spannungen zwischen beiden Ländern hoch sind. So unternahm der Norden in diesem Jahr bereits mehrere Raketentests und reagierte damit nach eigenen Angaben auf gemeinsame Militärübungen des Südens mit den USA.

kev/AFP



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
doppelpost123 17.07.2015
1.
Richtiger und wichtiger Schritt. Reden, verhandeln und wirtschaftliche Beziehungen aufbauen, sind die einzigen Möglichkeiten irgendwann mal eine Einigung zu erzielen.
Hermes75 17.07.2015
2.
Zitat von doppelpost123Richtiger und wichtiger Schritt. Reden, verhandeln und wirtschaftliche Beziehungen aufbauen, sind die einzigen Möglichkeiten irgendwann mal eine Einigung zu erzielen.
Im Prinzip richtig, aber leider ist es unwahrscheinlich, dass es klappt. Das Regime in Nordkorea braucht die anhaltende Konfrontation um seine Existenz zu rechtfertigen. Gäbe es einen offiziellen Frieden mit dem Süden, würden die Menschen in Norkorea wohl anfangen Fragen zu stellen, warum sie zu Gunsten des Militärs hungern müssen...
hanji 17.07.2015
3. Von wegen wegen
Es heißt über die seit 2008 herrschenden Spannungen zwischen Nord und Süd, die kämen vom formalen Kriegszustand. Kann nicht sein, denn von 2000-Anfang 2008 herrschte ENTspannung auf einem aus heutiger Sicht kaum vorstellbarem Niveau. Der Unterschied zw. vorher und nachher ist eher der dramatische Rechts-Ruck in Südkorea mit Rückkehr zu Militarismus, Konfrontation und Pressezensur. Siehe auch die häufigen US-Großmanöver, auf die der Norden regelmäßig mit der Entsorgung von angerosteten Skudraketen protestiert. Nebei ist ein Protest dieser Art kein "Raketentest", wie SPON schreibt.
trixleus 17.07.2015
4. Thema ist die Suechinesiche See
Verbuendeter Suedkoreas, die USA. Nordkorea zwischen Suedkorea und verbuendetem China. Auch Norkorea von der freien Durchfahrt Suedchinesiches Meers abhaengig. Gleich daneben liegt Japan. Im nordkoreanischen Atomprogramm includiert (bei Suedkorea koennte es sie ja selbst treffen, bzw. denen egal?). Der Durchfahrtsweg Suedchinesische See (zum groesstenteil von China beansprucht), ein internationales Problem. Habe schon in anderen Foren diesbezueglich geschrieben. Passt genau. USA, China, Japan, Suedkorea. Die anderen Asean Staaten haben kraeftemaessig nichts zu bieten. Nordkorea ja. Muss China noch ein bisschen tueffteln, koennte auch die eigenen Reihen erwischen. China muss es wissen, hat bei der Aufruestung "etwas" mitgeholfen.
BensO 17.07.2015
5. Sehr Willkommen diese Geste.
Doch wäre ein Frieden für das Regime von Nordkorea zum Vorteil? Ehr nicht. Ich sehe mehr die Pflicht des NK Volkes sich von innen zu befreien inkl. von den Soldaten. Dort ist man ein lebenlang Soldat.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.