Reaktionen Südkorea begrüßt Kims Neujahrsrede

Es sind zumindest versöhnliche Töne: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat dem verfeindeten Süden trotz üblicher Drohungen auch Gespräche angeboten. In Seoul kommt seine Rede offenbar gut an.

Übertragung von Kims Ansprache in Seoul
REUTERS

Übertragung von Kims Ansprache in Seoul


Zeichnet sich im Konflikt zwischen Südkorea und dem kommunistischen Regime in Pjöngjang eine Entspannung ab?

In seiner Neujahrsansprache hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zwar - wie üblich - mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Doch er unterbreitete Seoul auch ein Gesprächsangebot - und erklärte sich bereit, eine Delegation zu den bevorstehenden Olympischen Winterspielen in dem Nachbarland zu entsenden.

In Seoul kommt das offenbar gut an. Das Präsidialamt begrüße Kims Rede, berichtete die Agentur Yonhap. Die Organisatoren der Winterspiele in Pyeongchang zeigten sich zudem für den Empfang einer Delegation aus dem Norden offen. "Das Komitee wird relevante Fragen sowohl mit der südkoreanischen Regierung als auch dem Internationalen Olympischen Komitee erörtern", teilte der Präsident des Gremiums mit.

Der Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hat sich im vergangenen Jahr nach zahlreichen Raketentests und einem weiteren Atomtest im September zugespitzt. Die Auseinandersetzung gilt als einer der gefährlichsten Konflikte weltweit. US-Präsident Donald Trump und die isolierte Führung in Pjöngjang lieferten sich einen verbalen Schlagabtausch. Trump hatte mehrfach mit Gewalt gedroht, sollte Nordkorea seine Drohungen fortsetzen. Nordkorea wirft Washington eine feindselige Politik vor.

Die Spannungen hatten bislang auch die Vorbereitungen der Winterspiele überschattet. Kim wünschte nun in seiner Rede dem Nachbarn jedoch, erfolgreiche Wettkämpfe austragen zu können.

kev/Reuters



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