Seltenes Treffen in Nordkorea Südkoreaner brechen zu Familienzusammenführung auf

Zum ersten Mal seit 2015 können sich Familien aus Nord- und Südkorea treffen - wenn auch nur für wenige Stunden. Die ersten Südkoreaner sind nun auf dem Weg ins nordkoreanische Diamantengebirge.

Südkoreaner im Bus auf dem Weg in den Norden
AP

Südkoreaner im Bus auf dem Weg in den Norden


Dutzende Südkoreaner sind am Montagmorgen vom Küstenort Sokcho nach Nordkorea aufgebrochen, um dort ihre Verwandten zu treffen - von denen sie seit dem Koreakrieg getrennt leben. In einem Resort im nordkoreanischen Feriengebiet Kumgang werden die Familien bis zum Mittwoch rund elf Stunden miteinander verbringen können.

Es ist die erste Familienzusammenführung seit 2015. Die meisten der Teilnehmer sind bereits weit über 80 Jahre alt. Insgesamt sollen etwa 180 Familien kurzzeitig wieder vereint werden. Darauf hatten sich Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In bei ihrem Gipfeltreffen im April geeinigt. Ein weiteres Treffen der beiden wurde erst kürzlich vereinbart, es soll noch vor Ende September stattfinden.

Die koreanische Halbinsel ist seit dem Ende des Koreakriegs (1950 bis 1953) geteilt. Das abgeschottete Nordkorea wird totalitär geführt und gilt als einer der am schwersten zugänglichen Staaten der Erde. Südkorea ist dem westlichen Beispiel gefolgt und wird demokratisch regiert. Die getrennten Familien haben de facto keine Möglichkeiten zum Kontakt. Die Regierung in Seoul setzt sich schon lange dafür ein, dass sich dies ändert.

aar/dpa

insgesamt 3 Beiträge
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Oberleerer 20.08.2018
1.
Hätte Trump nicht mit dem Säbel gerasselt, wäre hier wohl nichts in Bewegung gekommen.
SPONgeBoy 20.08.2018
2. @1
Zusammenführung auf Befehl und unter Androhung von Gewalt durch den POTUS? Ich glaube Sie liegen hier -gelinde gesagt- etwas daneben.
Oberleerer 20.08.2018
3.
Zitat von SPONgeBoyZusammenführung auf Befehl und unter Androhung von Gewalt durch den POTUS? Ich glaube Sie liegen hier -gelinde gesagt- etwas daneben.
Nein, nicht im Detail. Aber wie sah es denn aus? Erst die Beleidigungen mit dem Irren und dem Raketenmann. Dann wieder dummdreist ein weiterer Atomtest. Im Ergebnis ist dem Kim das Atomgelände um die Ohren geflogen, hunderte Wissenschaftler getötet. Das Gelände nicht mehr nutzbar. Vermutlich den letzten Sprengkopf verballert. Wirtschaft und Armee am Boden. Und dann rücken schonmal die Flugzeugträger vom Ami an. Um die Spannung zu verlängern wird noch groß und breit berichtet, daß sich solch ein Milliarden-Trumm verfahren hat und nun ein paar Tage mehr braucht. Und alles unter dem Kommando eines scheinbar unkontrollierbaren, rachsüchtigen Egomanen, der dringend Erfolge vorweisen muß. Da ging NK, SK und China gleichermaßen die Düse, daß das jetzt teuer werden kann, wenn man nicht schnell was unternimmt. Und noch bevor die Sonne untergeht, gibt es Verhandlungen, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Tauwetter, Gebeine werden ausgetauscht und nun auch die Familien. Das ist ganz klar der Verdienst von Trump.
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