"Foal Eagle" Südkorea und USA starten Großmanöver

Nordkorea sieht in der Übung bereits den Test für eine Invasion: Südkorea und die USA haben das Großmanöver "Foal Eagle" begonnen. Mehr als 200.000 Soldaten beider Länder trainieren zwei Monate lang den Ernstfall.

US-Soldaten bei Manöver in Südkorea (Archivaufnahme): Start für "Foal Eagle"
AFP

US-Soldaten bei Manöver in Südkorea (Archivaufnahme): Start für "Foal Eagle"


Seoul - Es ist eine Demonstration der Stärke: Inmitten erhöhter Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben die Streitkräfte der USA und Südkoreas ihre gemeinsamen Frühlingsmanöver begonnen. "Foal Eagle" (Fohlen-Adler) ist der Name der Übungen, die zwei Monate dauern sollen.

Südkorea mobilisiert für das Großmanöver 200.000 Soldaten. Die USA schicken rund 10.000 Soldaten, sagte eine Sprecherin der US-Streitkräfte in Südkorea (USFK). Mehr als 8000 von ihnen würden aus den Vereinigten Staaten und anderen Ländern eingeflogen. Die USA erwägen nach Berichten südkoreanischer Medien zudem, einen Flugzeugträger sowie Tarnkappenjets und B-52-Bomber zu schicken.

Vom 11. bis 21. März soll auch die gemeinsame Kommandoschulung "Key Resolve" stattfinden. Die USA haben in Südkorea 28.500 Soldaten zur Abschreckung des kommunistischen Nordkoreas stationiert.

Nordkorea hat den beiden Ländern wie üblich unterstellt, mit dem Manöver eine Invasion zu proben. Sie müssten mit ihrer Zerstörung rechnen, sollte sich das Land provoziert fühlen, hatte ein Vertreter der Volksarmee im Grenzort Panmunjom gewarnt.

Südkoreas neue Präsidentin Park Geun Hye bot Nordkorea am Freitag Zusammenarbeit an - sollte Pjöngjang auf Atomwaffen verzichten. Nordkorea müsse verstehen, dass es sich durch sein Atomprogramm oder Provokationen nur noch weiter isoliere, warnte Park in einer Rede zum 94. Jahrestag der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März.

Die Lage auf der Halbinsel ist seit dem dritten nordkoreanischen Atomtest am 12. Februar stark angespannt. Das Land hatte angedeutet, weitere Atomtests unternehmen zu wollen.

als/dpa

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mbraun09 01.03.2013
1. die USA legen sich nicht
Mit der selbsternannten Schutzmacht Nordkoreas an - China. Gäbe es die nicht, wäre Nordkorea längst Geschichte.
warumeigentlich 01.03.2013
2. Pure Provokation
...kein Wunder, dass der Norden keine Schwäche zeigen darf. Geschichte hat immer gezeigt, dass man über den schwächeren Staat herfällt. Gründe hat man schon immer gefunden.
galahad610 01.03.2013
3. ich warte...
..nur darauf daß hier wieder user ziegenzüchter kommt und das ganz eine unglaubliche amerikanische provokation nennt... :-)
ratxi 01.03.2013
4. Interessant ist...
Zitat von sysopAFPNordkorea sieht in der Übung bereits den Test für eine Invasion: Südkorea und die USA haben das Großmanöver "Foal Eagle" begonnen. Mehr als 200.000 Soldaten beider Länder trainieren zwei Monate lang den Ernstfall. http://www.spiegel.de/politik/ausland/suedkorea-und-usa-starten-grossmanoever-a-886264.html
Interessant ist, dass der Westen sich durch das Treiben Nordkoreas generell provoziert fühlt. Dass Nordkorea sich durch in der Nähe abgehaltene Grossübungen provoziert fühlt, wird natürlich vom Tisch gewischt. So unangenehm Nordkorea auch rüber kommt, es ist ein souveränes Land, was genauso viel oder wenig berechtigt ist, Nekleartechnik zu nutzen, wie andere Länder auch. Dass andere Atommächte dies entscheiden wollen, klingt grotesk.
wynkendewild 01.03.2013
5.
Dieses Manöver erinnert stark an diese Reforger-Übungen der 80er Jahre. Da haben teilweise auch über 90.000 Soldaten und mehr den Ernstfall geprobt. Der kalte Krieg scheint in eine neue Runde zu gehen Ein Übung dieser Größenordnung darf als Signal an Peking verstanden werden. Schließlich ist China die dominierende Macht in Asien und Washington will zeigen, dass es seine Streitkräfte jederzeit und weltweit einsetzen kann. Washington hat den Fehler begangen und sich in viele regionale Konflikte hineinziehen lassen. Nicht nur deshalb hat Obama den Irak-Einsatz beendet und Afghinstan wird als nächstes folgen, damit Kräfte für ein mögliches Asien-Engagement freigesetzt werden können. Asien wird immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. Nordkorea fungiert hier aber mal wieder nur als Stellvertreter,mehr nicht.
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