Südkorea verstärkt offenbar seine Militärpräsenz an einer sensiblen Stelle: Entlang der umstrittenen Seegrenze mit dem verfeindeten Nordkorea sollen einem Zeitungsbericht zufolge Dutzende moderne Anti-Panzer-Raketen stationiert werden.
Seoul - Ungeachtet der überraschenden Friedensrhetorik aus dem kommunistischen Norden stärkt Südkorea offenbar seine Streitkräfte an der gemeinsamen Grenze. Laut Zeitungsberichten will Südkorea entlang seiner umstrittenen Seegrenze mit Nordkorea moderne Raketen aufstellen.
50 bis 60 präzisionsgesteuerte Anti-Panzer-Raketen vom Typ Spike aus israelischer Produktion sollen bis Ende Februar im Gelben Meer stationiert werden, berichtete die Zeitung "Chosun Ilbo" unter Berufung auf einen Armeevertreter. Stellungen seien auf den Inseln Baengnyeong, die der Seegrenze am nächsten liegt, und Yeonpyeong geplant.
Yeonpyeong war im November 2010 im Brennpunkt des koreanischen Konflikts. Damals beschossen nordkoreanische Einheiten die Insel und töteten vier Südkoreaner, darunter zwei Zivilisten.
Das Verteidigungsministerium in Seoul wollte den Bericht über die Stationierung der Raketen nicht kommentieren. Die Spike-Raketen haben eine Reichweite von 25 Kilometern.
fdi/AFP
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