Seoul - Von Kritikern wird Südkoreas neue Präsidentin Park Geun Hye auch "Eisprinzessin" genannt, weil sie oft unterkühlt und distanziert wirkt. Gegenüber dem Regime im Nachbarstaat Nordkorea demonstrierte die Präsidentin jetzt Härte: Sie bot Pjöngjang eine weitreichende Zusammenarbeit an - aber nur für den Fall, dass sich Nordkorea zum Verzicht auf Atomwaffen entschließt.
Außerdem warnte Park die Führung in Pjöngjang erneut vor Provokationen und rief die Führung um Staatschef Kim Jong Un zu Veränderungen auf. "Während Nordkorea bei Provokationen mit strikteren Gegenmaßnahmen rechnen muss, wird dessen Bereitschaft, die richtigen Entscheidungen zu treffen und den Weg der Veränderungen zu gehen, mit einem flexibleren Engagement beantwortet."
Nordkorea müsse verstehen, dass es sich durch sein Atomprogramm oder Provokationen nur noch weiter isoliere, warnte Park in einer Rede zum 94. Jahrestag der koreanischen Unabhängigkeitsbewegung vom 1. März. Nordkorea hatte am 12. Februar trotz bestehender Uno-Resolutionen seinen dritten unterirdischen Atomwaffentest unternommen und damit weltweit Kritik ausgelöst.
Vier Tage nach ihrer Amtseinführung bekräftige Park aber auch ihre Absicht, die Grundlage für eine friedliche Vereinigung mit Nordkorea schaffen zu wollen. Die Schaffung von gegenseitigem Vertrauen müsse in robusten Maßnahmen für die Sicherheit Südkoreas wurzeln.
Südkorea demonstriert auch auf andere Weise Stärke: An diesem Freitag beginnt ein Großmanöver, das gemeinsam mit den USA abgehalten wird. Die Übung unter dem Namen "Foal Eagle" soll zwei Monate dauern. Nordkorea hat den beiden Ländern deshalb vorgeworfen, einen Krieg vorzubereiten.
als/dpa
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