Uno warnt 100.000 Menschen im Südsudan drohen zu verhungern

Uno-Organisationen schlagen Alarm: Im Norden des Bürgerkriegslandes Südsudan droht mehr als 100.000 Menschen der Hungertod.

Hungernde Menschen im Südsudan
REUTERS

Hungernde Menschen im Südsudan


Die Lage für die Menschen im Südsudan wird immer verheerender. Mehr als 100.000 Einwohner in Unity im Norden des afrikanischen Bürgerkriegslands drohen zu verhungern. Das teilten die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Uno, das Kinderhilfswerk Unicef und das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen mit.

Die Uno spricht dann von einer akuten Hungersnot, wenn Menschen bereits an Unterernährung gestorben sind. In anderen Regionen des Südsudans sind den Angaben nach eine Million Menschen von einer Hungersnot bedroht.

Das afrikanische Land ist erst 2011 vom Sudan unabhängig geworden. Dann eskalierte ein seit Langem schwelender Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und seinem ehemaligen Stellvertreter Riek Machar. Die politische Rivalität zwischen ihnen wird allerdings noch dadurch verschärft, dass sie unterschiedlichen Volksgruppen angehören. Ende 2013 brachen Kämpfe aus, Befriedungsversuche scheiterten.

Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hat der Bürgerkrieg bereits mehr als 1,5 Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Vereinten Nationen werfen beiden Konfliktparteien schwere Menschenrechtsverletzungen vor.

als/dpa

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darthmax 20.02.2017
1. Flüchtlinge
allein in Uganda sind ca. 500 000 Flüchtlinge aus dem Südsudan, zumeist in der Gegend untergekommen, in der die Terrororganisation der Lords Army mit Ihren Kindersoldaten unterwegs war. Da sind natürlich auch die durch Entwicklungshilfe reich gewordenen Politikspitzen in der Hauptstadt Kampala anzutreffen und feiern dort Ihre Feste. Zwei Stämme streiten über die Beute, den Staat. Was können nun die UNO und westliche Staaten dagegen unternehmen ? Die Laissez faire Politik bringt jedenfalls nichts, entweder werden beide Politiker verjagt und die Uno übernimmt die Verwaltung ( was auch in anderen Staaten keine schlechte Alternative wäre ) oder eine der Parteien wird sofort massiv zum Sieg getrieben, damit das Abschlachten ein Ende hat. Alternative : Somalia Welcher Staat ist aber ( ohne Aussicht auf Gewinn ) bereit, seine Soldaten kämpfen zu lassen.
ladozs 20.02.2017
2. Ohne Worte
Wie in einer Zeitschleife gefangen,erreichen uns diese Nachrichten immer wieder schon seit Jahrzehnten. Auf dem Rücken der Ärmsten scheint sich ein fürchterliches Spiel entwickelt zu haben.Die Regierungen dieser waffenstarrenden Länder lassen diese Entwicklungen zu in dem Wissen, dass der Westen irgendwann diese Bilder von Kleinkindern mit großen Augen und dicken Bäuchen nicht mehr ertragen kann, und Hilfe in Form von Lebensmittellieferungen oder wärmenden Decken entsendet.Dazu gehört auch eine Ablichtung eines Menschenrechtvertreters, der mit wehendem Haar aus einem nagelneuen Geländewagen steigt und mit einem Arm, den eine mehr als teure Breitling-Uhr ziert, in eine bestimmte Richtung zeigt. An den grundsätzlichen Ungerechtigkeiten wird sich auch jetzt nichts ändern, außer der stets wiederkehrenden Erkenntnis, dass man Kalaschnikow-Zeug nicht essen kann!
unky 20.02.2017
3. UNO-Truppen müssen Frieden schaffen
Wenn irre Potentaten zwecks Machterhalt ganze Völker verhungern lassen, sollte die UNO eingreifen und mit militärischer Macht diese Verbrecher verjagen, das Land befrieden und eine funktionierende Verwaltung aufbauen. Ansonsten wird sich bald auch der letzte Afrikaner, der noch einen Rest Lebenskraft besitzt, nach Europa aufmachen. An die Politiker Europas: Redet nicht immer nur - sondern tut endlich etwas.
flaviussilva 20.02.2017
4. Nicht zuende gedacht !
Zitat von unkyWenn irre Potentaten zwecks Machterhalt ganze Völker verhungern lassen, sollte die UNO eingreifen und mit militärischer Macht diese Verbrecher verjagen, das Land befrieden und eine funktionierende Verwaltung aufbauen. Ansonsten wird sich bald auch der letzte Afrikaner, der noch einen Rest Lebenskraft besitzt, nach Europa aufmachen. An die Politiker Europas: Redet nicht immer nur - sondern tut endlich etwas.
Wer wird die Truppen stellen die dafür nötig sind ?
karin_mainz 20.02.2017
5.
Zitat von unkyWenn irre Potentaten zwecks Machterhalt ganze Völker verhungern lassen, sollte die UNO eingreifen und mit militärischer Macht diese Verbrecher verjagen, das Land befrieden und eine funktionierende Verwaltung aufbauen. Ansonsten wird sich bald auch der letzte Afrikaner, der noch einen Rest Lebenskraft besitzt, nach Europa aufmachen. An die Politiker Europas: Redet nicht immer nur - sondern tut endlich etwas.
Die UNO ist ein "Papiertiger", es wird sehr schwierig bis unmöglich eine entsprechende Truppe aufzustellen. "das Land befrieden und eine funktionierende Verwaltung aufbauen" Hier reden wir von mehreren Jahrzehnten, da für eine funktionierende Verwaltung, ein Staatswesen und dergleiche mehr auch eine Bevölkerung dahinter stehen muss, die sich dem Staat (und nicht primär dem Clan/Stamm, der Sippe/Familie Religion und was weiß ich noch) gegenüber verbunden fühlt. So ein Mentalitätswandel dauert und läuft eigentlich auf einen neuen Kolonialismus raus, abgesehen wird das niemand jahrzehntelang durchhalten, auch finanziell nicht.. Insofern bleibt Europa die Abschottung und Afrika muss seine Probleme selbst in den Griff bekommen.
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