Südsudan Armee schießt Uno-Hubschrauber ab

Im Südsudan ist ein Helikopter der Vereinten Nationen abgeschossen worden. Alle vier Insassen seien dabei ums Leben gekommen, hieß es bei der Uno. Sie machte das südsudanesische Militär für die Tat verantwortlich.


New York - Die südsudanesische Armee hat am Freitag einen Hubschrauber der Vereinten Nationen abgeschossen und alle vier Insassen an Bord getötet. Bei den Toten soll es sich um Russen handeln. Das Militär des Landes habe den Abschuss des MI-8-Hubschraubers zugegeben, sagte Uno-Vizesprecher Eduardo del Buey. Angaben über den Hintergrund des Vorfalls wurden zunächst nicht gemacht.

Die Besatzung des Hubschraubers war auf einem Aufklärungsflug in der umkämpften Region Jonglei unterwegs. Ersten Berichten zufolge ging die Maschine in Flammen auf. Ein Suchtrupp habe das Wrack erreicht und die Todesopfer bestätigt, sagte del Buey.

Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat die Attacke scharf verurteilt. Der Hubschrauber sei eindeutig markiert gewesen. Er forderte die Regierung auf, eine Untersuchung durchzuführen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Im Bundesstaat Jonglei kämpfen Rebellen gegen die südsudanesische Armee, zudem bekriegen sich dort verfeindete Stämme. Die südsudanesische Regierung hatte Jonglei Anfang des Jahres zum Notstandsgebiet erklärt und tausende zusätzliche Sicherheitskräfte mobilisiert. Jonglei gehört zu den Gebieten, die am stärksten von dem jahrzehntelangen Bürgerkrieg im ehemaligen Sudan betroffen waren.

ler/AFP/Reuters

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