Südsudan Millionen Menschen in Hungersnot

Im Südsudan sind erneut Millionen Menschen von akutem Nahrungsmangel betroffen. Die Vereinten Nationen rufen zu Spenden auf.

Kinder im Südsudan (Archiv)
AP

Kinder im Südsudan (Archiv)


Dem Südsudan droht laut Uno auch 2018 eine Hungersnot. Zu Beginn der Sommermonate sind bis zu sieben Millionen Menschen akut von Hunger betroffen. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen versucht, fast fünf Millionen Menschen in dem durch einen Bürgerkrieg zerrissenen Land zu unterstützen, teilte eine Sprecherin mit.

Bereits 2017 wurde das Land von einer Hungersnot heimgesucht. Die Uno nannten sie "von Menschen gemacht", weil der Konflikt die Versorgung für Helfer in vielen Landesteilen unmöglich machte.

Nach Angaben des Kinderhilfswerks Unicef sind mehr als eine Million Kinder im Südsudan akut unterernährt. Im vergangenen Jahr behandelte Unicef 210.000 der am schlimmsten betroffenen Kinder. 86 Prozent hätten überlebt.

Seit 2011 ist der Süden Sudans unabhängig - und damit das jüngste Land der Erde. Im Jahr 2013 brach ein blutiger Bürgerkrieg zwischen den Anhängern von Präsident Salva Kiir und seines früheren Stellvertreters Riek Machar aus.

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Kindersoldaten im Südsudan: Endlich frei

Auch Kindersoldaten werden in dem Krieg eingesetzt. Meist müssen sie für Rebellengruppen als Sklaven arbeiten oder für Jahre kämpfen. Im Februar hatten Rebellengruppe 250 Kindersoldaten in die Freiheit entlassen.

eaz/dpa



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