Südsudan Regierung und Rebellen einigen sich auf Friedensvertrag

Das Abkommen soll die seit mehreren Wochen geführten blutigen Kämpfe beenden: Im Südsudan haben sich Rebellen und Vertreter der Regierung offenbar auf einen Friedensvertrag verständigt. Es soll noch am Nachmittag unterzeichnet werden.

Südsudanesischer Regierungssoldat: Hoffnung auf Frieden
AP

Südsudanesischer Regierungssoldat: Hoffnung auf Frieden


Addis Abeba - Hoffnung auf Frieden im Südsudan: Nach Angaben der als Vermittler auftretenden ostafrikanischen Nachbarstaaten (Igad) haben sich beide Konfliktparteien überraschend auf eine Waffenruhe verständigt.

Das Abkommen soll die im Dezember ausgebrochenen blutigen Kämpfe beenden. Auslöser war ein Machtkampf zwischen Präsident Salva Kiir und dessen im Juli 2013 entlassenen Stellvertreter Riek Machar. Mindestens 400.000 Menschen wurden in die Flucht getrieben, viele hundert wurden getötet.

Der Vertrag soll noch am Nachmittag unterzeichnet werden, danach ist eine förmliche Zeremonie geplant. Die Vermittlungsgespräche hatten Anfang Januar in Addis Abeba begonnen, verliefen aber wochenlang schleppend.

Noch am Mittwoch hatten sich mehrere afrikanische Staaten bereit erklärt, sich an der Aufstockung der Uno-Truppe in dem Krisenland zu beteiligen. "Einige Länder haben der Entsendung von Soldaten bereits zugestimmt, andere denken darüber nach", sagte die kenianische Außenministerin Amina Mohamed. Kenia selbst sei wie andere Länder in- und außerhalb Afrikas um eine Beteiligung gebeten worden, habe aber noch nicht endgültig darüber entschieden.

als/AFP/dpa

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