US-Vorwahlen der Demokraten Die Südstaaten wählen Clinton

Hillary Clinton startet am Super Tuesday durch: Die demokratische Präsidentschaftsanwärterin kann bei den Vorwahlen die meisten Südstaaten für sich gewinnen. Bernie Sanders siegt in vier Staaten.

Wahlkämpferin Hillary Clinton
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Wahlkämpferin Hillary Clinton


Sie war die klare Favoritin bei den Vorwahlen der Demokraten - bei den Hochrechnungen geht es nun Schlag auf Schlag: Hillary Clinton liegt in Massachusetts vorn. Insgesamt kann die demokratische Präsidentschaftsanwärterin damit sieben Gewinne einfahren. Ihr Konkurrent Bernie Sanders siegte in vier Staaten.

Bei ihrer Wahlkampfveranstaltung in Florida, wo die nächsten wichtigen Wahlen anstehen, richtete Clinton sich an ihre Mitstreiter: "Wir können alle zusammen aufsteigen", so die Ex-Außenministerin. "Dieses Land gehört uns allen, nicht nur denen, die nur in eine Richtung denken." Die Demokraten hätten damit noch viel Arbeit vor sich.

Aber: "Wir müssen Amerika nicht groß machen, Amerika ist schon groß", sagte die Präsidentschaftsanwärterin in Richtung Donald Trump. Die Rhetorik eines republikanischen Kandidaten sei "nie niedriger gewesen". Clinton werde ihm den Erfolg nicht möglich machen, sagte sie: "Was wir heute in Amerika brauchen, ist Liebe und Menschlichkeit."

  • Zuvor hatte Clinton bei den Vorwahlen in Texas gewonnen.
  • Auch bei den Primaries in Arkansas geht sie als Siegerin hervor.
  • In Tennessee und Alabama konnte sie zuvor Erfolge verbuchen.
  • Zuvor hatten in Amerikanisch Samoa von 237 Wählern 162 für sie gestimmt. 61 gaben dem Gegenkandidaten Bernie Sanders ihre Stimme.
  • Die ersten Siege konnte die Ex-Außenministerin in Virginia und in Georgia einfahren.

Auf Twitter postete die ehemalige First Lady direkt nach der Verkündigung der ersten Ergebnisse ein Jubelbild:

Sanders holt Pflichtsieg in Vermont

Clintons Gegenkandidat bei den Demokraten hat am Super Tuesday keine leichten Karten - die Umfragen sprachen gegen Sanders, seine Rivalin lag deutlich vorn. Sein erster Erfolg am Super Tuesday war ein Pflichtsieg: Sanders gewann die US-Vorwahlen in seinem Heimatstaat Vermont.

  • Nach der Hochrechnung für Minnesota kann Sanders auch diesen Staat für sich behaupten. Es ist sein vierter Sieg gegen Clinton an diesem Abend.
  • Sanders gewinnt ebenso in Colorado - und sichert sich somit den dritten Bundesstaat.
  • Außerdem sicherte er sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Clinton den Sieg in Oklahoma. Dort waren ihm im Vorfeld Chancen eingeräumt worden.

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Der Sieg in Vermont kommt für den 74-jährigen Senator Sanders nicht überraschend: Der kleine Staat ist seine Heimat. Außerdem werden ihm auch Chancen in Oklahoma, Minnesota und Massachusetts eingeräumt.

Sanders bedankte sich bei seinen "Freunden": "Wir wollen natürlich in jedem Teil dieses Landes gewinnen", rief er seinen Anhängern in Vermont zu. "Aber es ist sehr schön, dass die Leute, die mich am besten kennen, mich gewählt haben."

Ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Rennen lehnte Sanders ab. In seiner Kampagne gehe es nicht allein darum, einen Präsidenten zu wählen, sondern um Wandel und eine politische Revolution. "Wir müssen mit unliebsamen Wahrheiten umgehen, wir müssen das Land konfrontieren."

Rund Tausend Delegierte an einem Tag

Beim Super Tuesday geht es um die Verteilung eines großen Teils der Delegiertenstimmen, die ein Bewerber braucht, um Spitzenkandidat seiner Partei zu werden.

Um nominiert zu werden, muss ein demokratischer Kandidat auf 2383 Delegierte kommen. Allein am Super Tuesday geht es bei den Demokraten um rund Tausend. Die offizielle Kandidatenkür findet erst im Sommer auf Parteitagen statt. Die Präsidentenwahl ist am 8. November.

Ergebnisse der US-Vorwahlen

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vek/Reuters/dpa



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