Staat in Afrika Swasiland heißt nicht mehr Swasiland

50 Jahre ist die Unabhängigkeit von Großbritannien her - nun hat König Mswati III., der letzte absolutistische Monarch Afrikas, entschieden: Sein Reich braucht einen neuen Namen.

König Mswati III.
SHIRAAZ MOHAMED/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

König Mswati III.


Swasiland gibt es nicht mehr. Der König des afrikanischen Kleinstaats Swasiland hat sein Reich umbenannt: Das Land werde künftig offiziell den Namen "Königreich von eSwatini" tragen, gab König Mswati III. bekannt.

Anlass der Umbenennung war der 50. Jahrestag der Unabhängigkeit von Großbritannien. Mit der Abkehr vom Namen Swasiland solle ein Relikt aus der Kolonialzeit beseitigt werden, sagte der Herrscher.

In der Swasi-Sprache bedeutet "eSwatini" so viel wie "Land der Swasi". Der bisherige Name Swasiland war eine Mischung aus einem englischen und einem Swasi-Bestandteil. "Swasiland wird nun zu seinem ursprünglichen Namen zurückkehren", sagte der König bei den Feierlichkeiten im Stadion von Manzini.

Der Namenswechsel war bereits seit mehreren Jahren diskutiert worden. Möglicherweise wird dafür eine Verfassungsänderung nötig. Außerdem müssen wichtige staatliche Institutionen umbenannt werden - so etwa die Königliche Polizei von Swasiland, die Swasiland-Streitkräfte und die Universität von Swasiland.

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Swasiland: Afrikas letzte absolute Monarchie

Der kleine Binnenstaat liegt eingeklemmt zwischen Südafrika und Mosambik. 1968 erhielt er seine Unabhängigkeit von Großbritannien. König Mswati III., der mehr als ein Dutzend Ehefrauen haben soll, regiert ohne jegliche Einschränkung. Er ist der letzte absolute Monarch Afrikas.

dop/AFP

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