Mutmaßliche israelische Attacke Mindestens 15 Tote bei Raketenangriff in Syrien

Am Dienstag will Syrien einen israelischen Angriff abgewehrt haben. Jetzt sprechen Aktivisten von mehr als einem Dutzend Toten bei einem Raketenangriff südlich der Hauptstadt Damaskus.

Der Angriff in den syrischen Nachrichten
AP/ Syria News

Der Angriff in den syrischen Nachrichten


Bei einem mutmaßlich israelischen Raketenangriff südlich der syrischen Hauptstadt Damaskus sind Aktivisten zufolge mindestens 15 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien acht Iraner, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Die in Großbritannien ansässige Organisation bezieht ihre Informationen von einem Netzwerk von Aktivisten vor Ort. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen, haben sich in der Vergangenheit aber in der Regel als richtig herausgestellt.

Die getöteten Kämpfer gehörten nach den Angaben der Beobachtungsstelle den iranischen Revolutionsgarden oder proiranischen schiitischen Milizen an. Auch Kämpfer der libanesisch-schiitischen Hisbollah seien unter den Toten gewesen. Der Angriff habe auf ein Waffendepot abgezielt, das in den Händen der Revolutionsgarden gewesen sei.

Wiederholte israelische Angriffe auf Ziele in Syrien

Die israelische Armee hatte in den vergangenen Monaten mehrfach Ziele in Syrien angegriffen. Beobachter gehen davon aus, dass sich die Angriffe vor allem gegen iranische Truppen und die Hisbollah richten. Diese wird vom ebenfalls schiitischen Iran unterstützt und kämpft im syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen von Baschar al-Assad.

Syriens Regierung kritisierte unterdessen den US-Ausstieg aus dem Atomabkommen mit Iran scharf. Die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump beweise erneut die Maskerade der USA, erklärte das Außenministerium. Die USA hielten sich nicht an internationale Vereinbarungen, seien international isoliert und verstärkten die Spannungen in der Welt.

aev/dpa/AFP



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