Syrienkrieg Autobombe in Idlib tötet 23 Menschen

In der syrischen Rebellenhochburg Idlib hat es durch die Explosion einer Autobombe mehrere Tote und Verletzte gegeben - darunter auch Zivilisten. Der Anschlag passierte in der Nähe von Büros einer Rebellengruppe.

Ort der Explosion in der syrischen Stadt Idlib
AFP/Zein Al RIFAI

Ort der Explosion in der syrischen Stadt Idlib


Bei einer Explosion einer Autobombe in Syriens nordwestlicher Stadt Idlib sollen mindestens 23 Menschen getötet worden sein. Augenzeugen berichten von Dutzenden Verletzten und Verschütteten, die unter Trümmern lägen. Mindestens 35 Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht.

In ersten Berichten hieß es noch, dass 18 Menschen getötet wurden, aber die Zahl der Todesopfer stieg an.

Laut der von Aktivisten geführten Nachrichtenagenturen Thiqa und Baladi gab es schwere Schäden an einer der wichtigsten Straßen der Stadt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt und Fahrzeuge umgeworfen.

Die in Großbritannien ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, dass die Explosion sich in der Nähe von Büros einer mit Al-Kaida-Ableger Fatah al-Scham verbundenen Gruppe von Dschihadisten ereignete.

Bislang hat sich noch keine Gruppierung zu dem Anschlag bekannt.

Idlib ist die einzige Provinz in Syrien, die noch von Rebellen kontrolliert wird. Die stärkste Rebellengruppe in Idlib ist Tahrir al-Sham, angeführt von der ehemaligen Al-Qaida-Mitgliedsorganisation in Syrien, die früher Nusra Front hieß.

In Idlib leben schätzungsweise bis zu zwei Millionen Menschen. Zehntausende sollen die Stadt wegen in letzter Zeit zunehmender Luftangriffe verlassen haben. Nach dem Sieg über die Terrormiliz "Islamischer Staat" konzentrieren sich die syrischen Regierungstruppen und Russland als Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf die Vernichtung der Rebellen der Fatah al-Scham.

cop/Reuters/AP/dpa



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