Einstige Rebellenhochburg Syrische Armee verkündet Rückeroberung von Ost-Ghuta

Noch vor einer Woche soll die syrische Armee in Duma Giftgas eingesetzt haben. Nun haben die Streitkräfte die Stadt in Ost-Ghuta nach eigenen Angaben komplett eingenommen.

Menschen mit syrischer Flagge in Duma
DPA

Menschen mit syrischer Flagge in Duma


Nach dem Abzug der letzten islamistischen Aufständischen aus der Region Ost-Ghuta östlich von Damaskus hat die syrische Armee nach eigenen Angaben die volle Kontrolle über das Gebiet zurückerlangt. Ost-Ghuta, das seit 2013 von der Regierung belagert worden war, sei von "Terroristen" befreit, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Führung der Streitkräfte.

In der Stadt Duma soll auch vor einer Woche der Giftgasangriff erfolgt sein, für den der Westen die Regierung von Baschar al-Assadverantwortlich macht und den die Westmächte am Samstag zum Anlass für die Bombardierung von Zielenin Syrien genommen haben. Eine Analyse der aktuellen Fakten, lesen Sie hier.

"Alle Terroristen haben Duma verlassen, ihre letzte Bastion in Ost-Ghuta", sagte ein Armeesprecher. Die syrische Führung bezeichnet alle Rebellen als "Terroristen". Zuvor hatte der letzte Konvoi mit Rebellen die Stadt Duma in Ost-Ghuta verlassen. Kreise im syrischen Innenministerium hatten der Deutschen Presse-Agentur bereits am Samstagmorgen gesagt, dass die syrische Polizei in Duma eingerückt sei.

In den vergangenen Wochen hatten die syrischen Streitkräfte eine beispiellose Kampagne von Luftangriffen auf Ost-Ghuta geführt. Dabei waren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte weit mehr als Tausend Zivilisten getötet worden.

Die islamistischen Rebellen der Gruppe Dschaisch al-Islam hatten vor einer Woche, wenige Stunden nach dem gemeldeten Angriff, kapituliert und zugestimmt, aus Ost-Ghuta gebracht zu werden.

koe/dpa/AFP



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