Syrien: Assad tauscht komplette Führung der Baath-Partei aus

Syriens Präsident Assad (Archivbild): Parteiführung ausgewechselt Zur Großansicht
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Syriens Präsident Assad (Archivbild): Parteiführung ausgewechselt

Mitten im Bürgerkrieg hat Syriens Präsident Assad die Spitze seiner Baath-Partei ausgetauscht. Grund könnte interne Kritik am harten Kurs der Armee gewesen sein. Offen ist noch die Zukunft von Vizepräsident al-Scharaa. Der Kriegskritiker soll unter Hausarrest stehen.

Damaskus - Der syrische Machthaber Baschar al-Assad hat die gesamte Führung seiner Baath-Partei erneuert. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete am Montag, Assad selbst bleibe aber Generalsekretär der Partei. Sana veröffentlichte die Namen von 16 neuen Mitgliedern der Baath-Führung.

Aus der Parteispitze entfernt wurde auch Faruk al-Scharaa, der die gewaltsame Unterdrückung des Aufstandes in Syrien angeblich kritisch sieht und offiziell weiterhin Vizepräsident des Landes ist.

Nach Angaben der Opposition soll al-Scharaa aber unter Hausarrest stehen. Der Sunnit ist seit Beginn des Aufstandes in Syrien im März 2011 kaum noch öffentlich in Erscheinung getreten. Ihm wurde eine Führungsrolle nach einem möglichen Sturz Assads zugetraut.

Ein arabischer Diplomat in Beirut sagte, vor dem Austausch der Baath-Spitze hätten Parteimitglieder Assad wegen exzessiver Gewalt gegen die Menschen in den Rebellengebieten kritisiert.

jok/dpa

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1. Typisch Diktatur
seans 08.07.2013
Sogar Assads eigene Leute erkennen, welche Psychopath dort die Geschicke eines Landes, das nach Freiheit lechzt, leitet. Diese Leute sehen nicht weg und kritisieren den Diktator ob seiner zahlreichen Kriegsverbrechen. Es spricht Bände, wie Assad dabei selbst mit seinen eigenen Vertrauten - wie ein klassischer Despot und Diktator - umgeht. Assad ist international isoliert und mit ihm hat Syrien zweifelsohne keine Zukunft mehr.
2. Die Baath-Partei
Faceoff 08.07.2013
1.) Man erkennt, zu was die Baath-Partei in Syrien verkommen ist: Zu einer weitgehend inhaltslose Hülle, die nur noch einem einzigen Zweck zu dienen hat: Dem Machterhalt des Erb-Diktators. 2.) Es wird einsamer um den grausamen Despoten. Hätte er nicht einflußreiche Verbündete im Ausland, die ihn im Sattel halten, er wäre wohl bestenfalls noch Herr eines alawitischen Rest-Territoriums. Wie gesagt: Bestensfalls. Denn es gibt auch Alawiten, die genug haben von Assad: Auch Alawiten rufen zum Sturz Assads aus - news.ORF.at (http://orf.at/stories/2173457/2173456/) .
3. Schutzbehauptungen
echo12345 08.07.2013
Zitat von Faceoff1.) Man erkennt, zu was die Baath-Partei in Syrien verkommen ist: Zu einer weitgehend inhaltslose Hülle, die nur noch einem einzigen Zweck zu dienen hat: Dem Machterhalt des Erb-Diktators. 2.) Es wird einsamer um den grausamen Despoten. Hätte er nicht einflußreiche Verbündete im Ausland, die ihn im Sattel halten, er wäre wohl bestenfalls noch Herr eines alawitischen Rest-Territoriums. Wie gesagt: Bestensfalls. Denn es gibt auch Alawiten, die genug haben von Assad: Auch Alawiten rufen zum Sturz Assads aus - news.ORF.at (http://orf.at/stories/2173457/2173456/) .
Sorry, das sind vollkommen flache, weil unbewiesene Behauptungen. Es ist doch klar erkennbar, dass es den Syrern vor der Invasion ausländischer Terroristen und Waffen verglichen mit Diktaturen langweiligen, alles verbietenden Diktaturen wie Saudi Arabien etc vergleichsweise gut ging. Also was soll das? Sichtbar sind Söldner und ausländische Interessen. Rebellen sind weit und breit nicht.zu erkennen. Und wenn schon. Unzufriedene gibt es überall. Wenn die eingeschmuggelten Waffen an die irgendwelche Unzufriedenen Gruppen in den kriegstreibenden Ländern zurückgesendet würden.... wie würde man mit solchen, auf einmal bewaffneten Gruppen umgehen, die sich in Wohnhäusern hinter Zivilisten verstecken? Hmmm mal scharf nachdenken...
4. Aber doch bitte Fakten, statt Konjunktive
topodoro 08.07.2013
Zitat von sysopMitten im Bürgerkrieg hat Syriens Präsident Assad die Spitze seiner Baath-Partei ausgetauscht. Grund könnte interne Kritik am harten Kurs der Armee gewesen sein. Offen ist noch die Zukunft von Vizepräsident al-Scharaa. Der Kriegskritiker soll unter Hausarrest stehen. Syrien: Assad tauscht komplette Führung der Baath-Partei aus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-tauscht-komplette-fuehrung-der-baath-partei-aus-a-910070.html)
Wer ist denn in der neuen Parteiführung der Baath Partei in Syrien? Gibt es da Namen ? Gibt es da Fakten, Lebensläufe ? Nein. Das müssen wir bei Sana nachlesen. Statt dessen so ein Satz : Aus der Parteispitze entfernt wurde auch Faruk al-Scharaa, der die gewaltsame Unterdrückung des Aufstandes in Syrien angeblich (sic!) kritisch sieht und offiziell weiterhin Vizepräsident des Landes ist." Was bedeutet denn hier "angeblich" ? Welche Kritik hat er denn wann und wo und zu wem geäussert ? Der nächste Satz ist nicht besser: "Nach Angaben der Opposition soll (sic!) al-Scharaa aber unter Hausarrest stehen." Wer hat sich da von welcher Opposition wann und wo und zu wem geäussert ? Und dann noch das : "Ein arabischer Diplomat in Beirut sagte, vor dem Austausch der Baath-Spitze hätten Parteimitglieder Assad wegen exzessiver Gewalt gegen die Menschen in den Rebellengebieten kritisiert." Wieder nur hohle Worte. Welcher Diplomat, (Hat der einen Namen )aus welchem Land, (Hat das einen Namen), hat was zu wem, wann, und wo gesagt ? Ist das der neue Stil von SPON ?
5. ...
JDR 09.07.2013
Zitat von sysopMitten im Bürgerkrieg hat Syriens Präsident Assad die Spitze seiner Baath-Partei ausgetauscht. Grund könnte interne Kritik am harten Kurs der Armee gewesen sein. Offen ist noch die Zukunft von Vizepräsident al-Scharaa. Der Kriegskritiker soll unter Hausarrest stehen. Syrien: Assad tauscht komplette Führung der Baath-Partei aus - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-assad-tauscht-komplette-fuehrung-der-baath-partei-aus-a-910070.html)
Nun ja, die neue Strategie nimmt die vollstängie Vernichtung syrischer Städte in Kauf. Sie ist in etwa vergleichbar mit dem zweiten Tschetschenien-Krieg. Harte Zeiten. Vergleichen kann man übrigens noch etwas anderes: Libyen und Syrien. Zwei vergleichbare Ausgangssituationen, eine mit einer Intervention von außen, die anderen ohne. Bei allen Problemen und Risiken, welche Libyen noch über einen längeren Zeitraum haben wird: Die Intervention hat ein "erstes Syrien" verhindert.
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Chronologie: Der Aufstand gegen Assad

Bevölkerung: 22,505 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Wail al-Halki

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