Beirut - Syrische Kampfflugzeuge haben am Montag erstmals ein offenbar ein Gebiet an der Grenze zum Libanon beschossen. Hinweise auf Opfer gebe es nicht, hieß es aus Sichrheitskreisen. Die Maschinen hätten in der Nähe der Stadt Arsal im Bekaa-Tal vier Raketen abgefeuert.
Die Bewohner der Stadt unterstützen in ihrer Mehrheit die seit zwei Jahren gegen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kämpfenden Rebellen. Syrien hatte vor vier Tagen mit Angriffen auf Rebellen gedroht, die im Nachbarland Zuflucht suchen.
Die Angriffe bestätigte auch ein hochrangiger Vertreter der libanesischen Armee: Das Grenzgebiet sei von mehreren syrischen Flugzeugen unter Beschuss genommen worden. Es sei aber noch unklar, ob tatsächlich libanesisches Gebiet getroffen worden sei oder ob die Einschläge auf syrischer Seite erfolgt seien.
Mehrere Studenten wurden am Montag nach Angabe von Aktivisten in der Wohnanlage der Universität von Damaskus festgenommen, nachdem dort regimekritische Flugblätter verteilt worden waren. Am Vortag hatten Kritiker von Assad mitgeteilt, die Studentin Rehab Mohammed al-Allawi sei in einem Gefängnis der Sicherheitskräfte zu Tode gefoltert worden. Wie die regimekritische Website "All4Syria" meldete, gab es auch in der Abderrahman-Al-Kawakibi-Oberschule im Stadtteil Al-Midan Festnahmen.
als/dpa/AFP
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