Syrienkrieg Bombenanschlag in Damaskus tötet 16 Menschen

Tödliche Attacke in Damaskus: Vor einer Polizeiwache in der syrischen Hauptstadt haben sich mehrere Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Mindestens 16 Menschen starben.

Anschlagsort in Damaskus
AFP

Anschlagsort in Damaskus


In der syrischen Hauptstadt Damaskus hat es einen großen Terroranschlag durch Selbstmordattentäter gegeben. Bei dem Angriff auf eine Polizeistation sind Menschenrechtsgruppen zufolge mindestens 16 Menschen getötet worden.

Es habe drei Explosionen im Stadtteil Al-Midan südlich des Zentrums gegeben, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Darunter seien eine Autobombe und zwei Detonationen durch Selbstmordattentäter gewesen.

Das syrische Innenministerium teilte mit, dass sich zwei Angreifer vor einer Polizeistation in die Luft gesprengt hätten. Dabei seien neben Zivilisten auch Polizisten getötet worden. Der dritte Täter drang danach ins Gebäude ein und wurde von Sicherheitskräften getötet. Da sich viele der zahlreichen Verletzten in einem kritischen Zustand befänden, könne die Opferzahl weiter steigen, teilte die Beobachtungsstelle mit.

Obwohl Attentate in Damaskus vergleichsweise selten sind, ereigneten sich in der Vergangenheit dort vereinzelt schwere Anschläge. So starben Anfang Juli mehr als 20 Menschen durch die Explosion einer Autobombe. Mitte März wurden mehr als 40 Personen bei einem Doppelanschlag getötet, der auch den Justizpalast der Stadt traf.

Wenige Tage zuvor waren bei einem der schwersten Anschläge auf Schiiten in der Stadt mindestens 74 Menschen getötet worden. Teilweise wurden die Taten von der Terrormiliz "Islamischer Staat", teils von der Al-Qaida-nahen Gruppe Fatah al-Scham für sich reklamiert.

cht/dpa



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