Bürgerkrieg in Syrien Das fünfte Jahr Grauen

Bassam Khabieh macht Heimatfotos - im syrischen Duma. Seine Bilder zeigen Rebellen, die über die Stadt herrschen, und Kinder, für die der Krieg längst Alltag ist.

Von Michelle Trimborn

REUTERS

Im Krieg wurde er zum Fotografen: Bassam Khabieh hatte seine syrische Heimatstadt Duma als IT-Spezialist verlassen. Während der Kämpfe kehrte er zurück, um das Grauen festzuhalten. Die Bilder des 28-jährigen Autodidakten zeigen Duma im Jahr 2015 - eine Stadt, in der die Luftangriffe zum Alltag geworden sind.

Seit 2011 befindet sich Syrien im Bürgerkrieg. Duma liegt nördlich von Damaskus und wurde von Rebellen eingenommen. Was als Aufstand gegen Staatspräsident Baschar al-Assad während des Arabischen Frühlings begann, ist in den vergangenen Jahren zu einem internationalen Konflikt angewachsen. Darunter leidet vor allem die Zivilbevölkerung.

Khabieh zeigt die Gewalt des Krieges: kämpfende Rebellen, brennende Stützpunkte und immer wieder die erdrückende Masse der Verletzten und Toten. Doch zwischen Leichen und Ruinen findet der Fotojournalist auch Momente der Normalität: Schneemänner, routinierte Hilfstruppen und lachende Kinder.

Duma im Jahr 2015 - Bilder aus einer Stadt im Krieg:

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17  Bilder
Syrien: Das fünfte Jahr Schrecken

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Palmstroem 07.01.2016
1. Herzlichen Dank
für diese Fotos. Denn sie erklären, warum so viele flüchten. Es ist gerade zu paradox, dass von einem Krieg, der seit fünf Jahren 300.000 Opfer gefordert hat, so wenige Bilder in den Medien veröffentlicht wurden. Wie soll die Welt die Not begreifen, wenn es keine Bilder davon gibt.
H.Yalcin 07.01.2016
2. Das der Westen noch immer...
.... Von Rebellen spricht ist nicht nachvollziehbar! Wenn sie sich so sehr um das Volk kümmern würden, würden sie die Waffen niederlegen, Hilfslieferungen der Regierung/Regims durchlassen und den politischen Weg bevorzugen. Aber die Rebellen sind IS und Al Nusra! Diese Situation kommt den Terroristen doch zu Gute. Sie versuchen das volk zu beschützen und die Welt berichtet darüber, dass angeblich assad keine Hilfslieferungen durchlässt. Einfach lächerlich und traurig für das syrische Volk!
torquemada13 07.01.2016
3. Regime Change Policy der US Regierung
Der Aufstand in Syrien ist klar und deutlich, das Ergebnis einer aktiven Regime Change Policy der US Regierung. Seit 2006 (damals noch unter GWB2) hat das US state department die Opposition in Syrien mit hohen Millionenbeträgen gesponsored. Es wurden Printmedien, Fernsehsender der Opposition finanziert. Das ist alles nachgewiesen über die durch Bradley Manning und Wikileaks bekannt gewordenen US Botschafterdepeschen. Und nach 5 Jahren fortgesetzter Oppositionsförderung in Syrien hat die US Regierung endlich den Syrischen Volksaufstand zustande bekommen. So destabilisiert die US Regierung missliebige Regime, während sie genehme Diktaturen protegiert und hofiert. Denn komischerweise finanziert das US state department keine Oppositionsbewegung in Saudi Arabien oder Katar. Warum nur??? Eins ist jedoch ganz klar und deutlich: Die US Regierung ist für die Syrische Katastrophe der Hauptverantwortliche. Die US Regierung hat mit ihrer perfiden Destabilisierungs- und Regime Change Policy das Monster Assad und das Monster IS geschaffen.
demokroete 07.01.2016
4. Der Bürgerkrieg ist nur deshalb überhaupt zum Bürgerkrieg
mutiert, weil ausländische Mächte unter Leitung der USA Terroristen bewaffnet und ausgebildet haben, um Präsident Assad zu stürzen. Vorher hat die große Mehrheit der Bevölkerung zufrieden in Syrien gelebt.
kgaxl9gv8vxtc1lj 07.01.2016
5. Na dann jagt Assad
doch raus und installiert wie immer ein unfähige Marionettenregierung mit USA T shirt an. Ja ja bla bla bla Amerika Bashing..... Wenns nicht so wäre, wäre die Welt sicher ein etwas friedlicherer Ort und diese Fotos blieben uns erspart. Punkt!
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