Syrien Dutzende Flüchtlinge bei Anschlag getötet

In Ostsyrien soll der "Islamische Staat" eine Autobombe inmitten einer Flüchtlingsgruppe gezündet haben, Dutzende Menschen kamen ums Leben.

Deir al-Sor
AFP

Deir al-Sor


Bei einem Autobombenanschlag auf Flüchtlinge in der ostsyrischen Provinz Deir al-Sor sind am Samstag nach Angaben von Aktivisten Dutzende Menschen getötet worden.

Die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) habe am Samstagabend eine Autobombe inmitten einer Ansammlung von Flüchtlingen am Ufer des Euphrat gezündet, sagte der Direktor der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, der Nachrichtenagentur AFP. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden.

Zerstörung in Deir al-Sor
AFP

Zerstörung in Deir al-Sor

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte ist in Großbritannien ansässig. Die Angaben aus dem Kriegsgebiet sind nur schwer überprüfbar, die Informationen der Beobachtungsstelle haben sich in der Vergangenheit aber häufig als richtig herausgestellt.

Die Detonation soll sich zwischen den Gasfeldern von Conoco und Jafra ereignet haben, einer Gegend, die von den kurdisch-arabischen "Demokratischen Kräften Syriens" (SDF) kontrolliert wird. Die SDF werden von den USA unterstützt. Die Anschlagsopfer waren offenbar vor den Kämpfen in der rohstoffreichen Region geflohen.

Am Donnerstag hatten von russischen und iranischen Streitkräften unterstützte syrische Regierungstruppen die letzten IS-Kämpfer aus der Provinzhauptstadt Deir al-Sor vertrieben, womit die Dschihadisten die letzte von ihnen kontrollierte Großstadt verloren. In anderen Gebieten der Provinz dauern die Kämpfe an.

mja/Reuters/AFP



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