Syrien-Einsatz Russische Jets verfolgen deutsche "Tornados"

Täglich fliegen deutsche Tornados zu Aufklärungszwecken über Syrien. Laut einem Bericht werden sie dabei regelmäßig von russischen Kampfflugzeugen beschattet.

Kampfflugzeug vom Typ "Tornado" (Archiv): Tägliche Aufklärungsflüge
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Kampfflugzeug vom Typ "Tornado" (Archiv): Tägliche Aufklärungsflüge


Deutsche Militärflugzeuge werden bei ihren Aufklärungsflügen über Syrien offenbar regelmäßig von russischen Jets verfolgt und beschattet. Das sei eine politische Demonstration, sagte der Kommandeur des Zentrums Luftoperationen der Luftwaffe, Joachim Wundrak, der "Rheinischen Post".

Laut Wundrak laufen die Begegnungen professionell ab. Die Luftwaffen-"Tornados" seien nicht Ziel eines Abfangmanövers oder würden gar aus dem syrischen Luftraum abgedrängt. "Es gab keine Zwischenfälle", zitiert ihn das Blatt.

Die Russen wollten mit ihrer Präsenz die Auffassung verdeutlichen, "dass sie im Gegensatz zu der internationalen Anti-IS-Koalition auf Einladung der legitimen syrischen Regierung unterwegs sind", sagte Wundrak. Auch die syrische Luftwaffe sei wieder sehr aktiv, sagte der Generalleutnant.

Die Bundeswehr unterstützt seit Januar die internationale Koalition gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" mit Aufklärungsflügen in Syrien. Insgesamt sind dort sechs deutsche "Tornados" im Einsatz. Sie werden vom Befehlsstand der Anti-IS-Koalition in Katar gesteuert und sollen mehrmals täglich zu Spähflügen in 4000 bis 6000 Metern Höhe abheben.

SPIEGEL ONLINE

brk



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