Kampf gegen IS Deutsche Tornados sind den USA zu wenig

Die Bundeswehr beteiligt sich am Syrien-Einsatz gegen den "Islamischen Staat" - doch den USA reicht das nicht. Nach Informationen des SPIEGEL hat die amerikanische Regierung Deutschland aufgefordert, mehr zu leisten.

Bundeswehr-"Tornado": Die Bundesregierung soll den Kampf gegen den IS ausweiten
DPA

Bundeswehr-"Tornado": Die Bundesregierung soll den Kampf gegen den IS ausweiten


Die USA fordern von Deutschland mehr militärische Unterstützung für den Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS).

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Heft 51/2015
Verliert Deutschland seine Mitte?

Trotz der eilig beschlossenen Entsendung deutscher Unterstützungskräfte für die von den Vereinigten Staaten angeführte Anti-IS-Koalition bat der amerikanische Verteidigungsminister Ashton Carter vergangene Woche seine deutsche Kollegin per Brief um weitere Beiträge der Bundeswehr.

Eine konkrete Wunschliste enthält das Schreiben an Ursula von der Leyen (CDU) nach SPIEGEL-Informationen offenbar noch nicht. Gleichwohl konnte der Brief als Aufforderung verstanden werden, das deutsche Engagement zu erweitern. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Aus Sicht der vom Vorstoß überraschten Bundesregierung versuchen die USA mit ähnlichen Schreiben an weitere Partner, eine stärkere Teilnahme an den Luftschlägen in Syrien und dem Irak zu erreichen. Dass Washington trotz der Bereitstellung von Kampfflugzeugen und einer Fregatte weitere Forderungen stellt, setzt Berlin unter Druck. Bisher hat Verteidigungsministerin von der Leyen auf den Brief nicht geantwortet.

Am Donnerstag warendie ersten beiden deutschen "Tornados" auf dem türkischen Stützpunkt Incirlik gelandet. Von Januar an sollen die Jets erste Aufklärungsmissionen über Syrien fliegen.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Samstagmorgen erhältlich.

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fördeanwohner 12.12.2015
1. -
Ja, ja, ja, die bösen USA. Wenn dieser Brief nicht nur an Deutschland gegangen ist, dann muss man nicht dieses Bohei machen. Vielmehr könnte man schreiben, dass auch Deutschland so einen Brief erhalten haben soll. Frau von der Leyen hat das wohl schon erkannt, weshalb sie noch nicht darauf geantwortet hat. Eine Anwort ist auch unnötig, da die Amis genau wissen, dass Deutschland militärisch gar nicht mehr beisteuern kann. Und Bodentruppen werden die ja nicht eingfordert haben.
meyerink69 12.12.2015
2. Mehr?
Die USA haben die Büchse der Pandora in der Region geöffnet und wir übernehmen nun etwa das Hundertfache an Migranten die da rauskrabbeln, für die wir aber eigentlich nichts können, aber die USA meckern wegen ein paar Tornados? Die mediale Volkspädagogik fasst zwar bestimmte Themen kaum noch an, aber die Politik der USA uns gegenüber sollte man doch mal wieder auf den Prüfstand stellen. Ich frage mich schon wo eigentlich der Nutzen dieser "Freundschaft" für uns liegt. Ich denke dass auch Merkels devote Aufwartung bei Erdogan, und die teuer bezahlte Übertragung unserer Hoheitsrechte an ihn, letztlich auf US-Mist gewachsen sind. Nein, ich bin nicht paranoid oder Amerika-feindlich. Hatte mich auch über Obamas zweifach Wahl gefreut. Auch wenn das uns wenig brachte.
Jota.Nu 12.12.2015
3. Ah ja, die USA
wünschen sich eine stärkere Beteiligung beim Aufräumen des eigenen Mists, den sie in dieser Region veranstaltet haben. Das erinnert mich irgendwie an das frühere Verhalten meines 5-jährigen Sohnes, der erst im Spielwahn sein Zimmer verwüstst hat und dann ganz selbstverständlich davon ausging, dass ihm beim Aufräumen jemand hilft.... . Er ht mittlerweise begriffen, dass man im Leben für siene Handlungen auch die Verantwortung übernehmen muss. Insbesondere für die, von denen man sich einen eigenen Vorteil versprochen hat UND ganz besonders für die Handlungen bei denen dieser Vorteil dann nicht eingetreten ist...!!!
eduardo_dk 12.12.2015
4. Absage
Deutschland könnte mehr leisten, wenn die USA mind. 2 Mill. Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet sowie aus Afganistan aufgenommen haben. Schliesslich sind die von der USA angeführten Kriege im Irak und Afganistan eine massgebliche Ursache der Entstehung des IS und der damit verbundenen Flüchtlingsströme.
Bernhard.R 12.12.2015
5. Die Gewöhnung an das Unrecht
ist in den USA weit fortgeschritten. Es macht denen gar nichts mehr aus, andere Staaten mit hineinzuziehen.
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