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Chef der Münchner Sicherheitskonferenz: Ischinger fordert "militärische Handlungsoptionen" für Syrien

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz: Nichtstun hat Folgen Zur Großansicht
DPA

Wolfgang Ischinger, Chef der Münchner Sicherheitskonferenz: Nichtstun hat Folgen

Abwehrschritte und eine diplomatische Großoffensive: Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz fordert eine Syrien-Strategie mit "glaubwürdigen militärischen Handlungsoptionen". Den Nahen Osten wähnt Ischinger kurz vor einer "Groß-Explosion".

Zu lange hat der Westen weggeschaut - nun muss im Syrienkonflikt gehandelt werden: Der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, plädiert für ein militärisches Engagement Deutschlands in dem Bürgerkriegsland. "Unsere Strategie in der Syrienkrise ist nur dann glaubwürdig, wenn sie mit glaubwürdigen militärischen Handlungsoptionen unterlegt ist", sagte Ischinger dem "Münchner Merkur".

"Die EU muss imstande sein, über Fragen wie Schutzzonen in Syrien für die Millionen von Flüchtlingen ernsthaft zu reden", forderte Ischinger. Dazu müsse auch mit den USA und anderen Staaten über mögliche Flugverbote in und um Syrien gesprochen werden. "Wer sich dazu nicht aufrafft, darf sich nicht wundern, wenn weitere Hunderttausende oder Millionen Flüchtlinge bei uns landen."

Das Nichtstun des Westens angesichts der dramatischen Lage in Syrien habe Folgen, sagte Ischinger. Nun lande der Konflikt "krachend vor unserer Haustür". Europa müsse sich bei der Lösung des Problems auch mit Russland und Iran abstimmen.

Generell zeichnete der Sicherheitsexperte ein düsteres Bild von der Lage im Nahen Osten. "Die gesamte Region steht kurz vor der Groß-Explosion. Die Gefahr überschwappender Instabilität ist enorm." Deshalb sei es überfällig, in Europa nicht nur "Abwehrschritte" zu unternehmen, sondern "eine diplomatische Großinitiative" zu starten.

vks/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 269 Beiträge
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1. Irrwitz
inhabitant001 15.09.2015
Der Westen habe zu lange weggeschaut? Wie bitte? Wer mischt sich dort denn seit 2001 mit Kriegen, Regime Changes und der Unterstützung von Halsabschneidern und Islamisten aktiv ein? Weiß der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz das wirklich nicht?
2. Herr Ischinger,
flaviussilva 15.09.2015
wenn Sie die Artikel im Spiegel und auf SPON betreffend den Zustand der Bundeswehr gelesen hätten, dann würden Sie derartiges nicht fordern. Deutschland hat keine militärischen Handlungsoptionen ! mfg flaviussilva
3.
snooky- 15.09.2015
Auf welcher Seite soll die Bundeswehr denn stehen, werter Herr Ischininger? Auf der ihres NATO Partners USA (von ISIS laufen die Syrer gerade davon) oder Assads (Unterstützung durch Russland)? Schwierige Entscheidung denn so oder so kommt die Bundeswehr in Teufels Küche.
4. Handeln
Ralf12345 15.09.2015
Alle Willigen Länder sollten sich zusammenraufen, eine 500.000 Mann Armee zusammenstellen und die ganze Region von Terroristen säubern. Sonst wird das nichts. Im Anschluss muss umgehend mit dem Aufbau einer Zivilgesellschaft begonnen werden, die der Tradition dieser Region entspricht, muss also nicht zwingend eine Demokratie sein (hat dort eh nie funktioniert). Wenn man das sofort anpackt ist man in einem Jahr schon sehr viel weiter und die Menschen können zurückkehren
5. Mein lieber Herr Ischinger ...
secret.007 15.09.2015
... wer hat den den IRAK destabilisert? Und wer Afghanistan, Libyen und jetzt Syrien?
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