Syrien Israel bekennt sich zu Angriff auf mutmaßliches AKW 2007

Israel hat nach eigenen Angaben 2007 einen mutmaßlichen Atomreaktor in Syrien zerstört. Das Militär veröffentlichte Fotos und Videos, die den Angriff zeigen sollen.


Das israelische Militär hat sich zu der Zerstörung eines mutmaßlichen syrischen Atomkraftwerks vor mehr als zehn Jahren bekannt. "Die Botschaft des Luftangriffs auf den Kernreaktor im Jahr 2007 lautet, dass der Staat Israel nicht die Entstehung von Fähigkeiten zulassen wird, die die Existenz Israels bedrohen", sagte Militärchef Gadi Eizenkot.

"Das war 2007 unsere Botschaft, das bleibt heute unsere Botschaft und das wird in naher und ferner Zukunft weiter unsere Botschaft sein." Zudem veröffentlichte Israel Fotos und Videoaufnahmen, die die Zerstörung der Anlage nahe Deir al-Sor zeigen sollen.

Der Reaktor soll heimlich mit Hilfe Nordkoreas gebaut worden sein. Es hätten nur wenige Wochen gefehlt, um den Reaktor einsatzbereit zu machen, heißt es. Im Rahmen des Einsatzes "Outside the Box" hätten israelische Kampfflugzeuge in der Nacht vom 5. auf den 6. September 2007 den Reaktor in Deir al-Sor 450 Kilometer nordöstlich von Damaskus zerstört, teilte die Armee mit. Der Geheimdienst habe seit Ende 2004 wichtige Informationen gesammelt, die letztlich zu dem Luftangriff geführt hätten. Das Militär habe sich damals auf "verschiedene Szenarien und eine potenzielle Eskalation vorbereitet".

Syrien hat Berichte über den Bau eines Kernkraftwerks stets zurückgewiesen. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat dagegen erklärt, dass es sich bei der Anlage "sehr wahrscheinlich" um einen Reaktor gehandelt habe.

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu wirft Iran vor, trotz des internationalen Abkommens weiter heimlich den Bau einer Atombombe anzustreben.

cte/Reuters/dpa



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