Krieg in Syrien Kinder und Frauen wohl bei Angriff der US-Koalition getötet

Bei Luftschlägen im Bürgerkriegsland Syrien sollen erneut Zivilisten gestorben sein. Verantwortlich ist laut Aktivisten ein Luftschlag der US-geführten Militärkoalition.

Folgen eines Luftangriffs in Syrien (Archiv): Zivilisten getötet
REUTERS

Folgen eines Luftangriffs in Syrien (Archiv): Zivilisten getötet


Bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition auf die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) wurden nach Angaben von Aktivisten elf Zivilisten getötet. Wie die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag meldete, sind beim Angriff auf IS-Stellungen nördlich der Extremistenhochburg Rakka acht Kinder und drei Frauen gestorben.

In Hasima gebe es Kämpfe zwischen dem IS und Kräften, die von den syrischen Kurden geführt werden. Diese wollen auf Rakka vorrücken.

Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle beruft sich zwar auf ein dichtes Netz von Aktivisten in Syrien. Wegen der unübersichtlichen Lage vor Ort können die Angaben von unabhängiger Seite aber nur schwer überprüft werden.

In dem Gebiet nördlich von Rakka kämpfen IS-Dschihadisten seit Ende vergangenen Jahres gegen die arabisch-kurdische Allianz "Syrische Demokratische Kräfte". Der Allianz gehören die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) und mehrere arabische Rebellengruppen an.

Kurdische Kämpfer hatten das 50 Kilometer nördlich von Rakka gelegene Ain Issa im vergangenen Juli eingenommen. Die Dschihadisten versuchten seitdem, mehrere Ortschaften in der Region zu erobern.

Fotostrecke

17  Bilder
Syrien: Das fünfte Jahr Schrecken

mil/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.