London - Großbritannien stellt den Rebellen in Syrien Ausrüstung im Wert von fünf Millionen Pfund - umgerechnet rund 6,3 Millionen Euro - für ihren Kampf gegen das Regime von Präsident Baschar al-Assad zur Verfügung. Dabei handle es sich nicht um tödliche Waffen, sagte Außenminister William Hague. Unter den Hilfsmitteln seien vor allem Funk- und Kommunikationstechnik sowie medizinische Produkte. Auch Schutzanzüge seien dabei.
"Da es keine diplomatischen Fortschritte gibt, wird das Vereinigte Königreich jetzt einiges mehr tun", sagte Hague. Der Sturz Assads sei zwar "unausweichlich", sein Regime aber weiter gefährlich, schreibt er in der "Times". Mit der zusätzlichen Unterstützung sollen den Angaben zufolge unbewaffnete Oppositionsgruppen, Menschenrechtsaktivisten und Zivilisten vor "einigen Auswüchsen der schlimmsten Gewalt" geschützt werden. "Wir sind sehr vorsichtig damit, wem wir helfen", sagte Hague.
Die Briten unterstützen demnach vor allem die oppositionelle Freie Syrische Armee (FSA). "Wir müssen heute Beziehungen zu denjenigen aufbauen, die in Zukunft in Syrien regieren könnten", schrieb Hague. Es sei wichtig, dass das Land auf den Übergang vorbereitet sei, wenn Assad gestürzt werde, damit dann keine radikalen Gruppen Fuß fassen könnten. "Deshalb treffen wir uns mit Vertretern der FSA. Wir beziehen damit aber nicht Position in einem Bürgerkrieg."
Die nun angekündigte Unterstützung ist Hague zufolge separat von der humanitären Hilfe in Millionenhöhe zu sehen, die Großbritannien bereits nach Syrien geschickt hat.
Syrische Aktivisten berichteten unterdessen von erneuten Kämpfen in den Städten Damaskus und Aleppo. Nach Angaben der in London ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte waren am Freitag Explosionen und Schüsse in Damaskus zu hören. Auch im Norden von Aleppo wurde demnach weiter gekämpft.
aar/dapd/dpa
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