Bürgerkrieg USA prüfen Hinweise auf russisches Eingreifen in Syrien

Syrische Milizen haben Bilder veröffentlicht, die russische Flugzeuge über dem Bürgerkriegsland zeigen sollen. Die US-Regierung prüft nun, ob Moskaus Truppen an der Seite Assads kämpfen.

Suchoi-34-Kampfflugzeug (Archivbild): Einsatz über Syrien?
AFP

Suchoi-34-Kampfflugzeug (Archivbild): Einsatz über Syrien?


Die US-Regierung geht Hinweisen auf ein russisches Eingreifen in den syrischen Bürgerkrieg nach. "Wir sind auf dem Laufenden über Berichte, dass Russland militärisches Personal und Fluggerät in Syrien eingesetzt haben könnte, und wir verfolgen diese Berichte ziemlich genau", sagte der Sprecher von US-Präsident Barack Obama, Josh Earnest, in Washington.

Jegliche militärische Unterstützung des syrischen Machthabers Baschar al-Assad "zu irgendeinem Zweck, ob es in Form von militärischem Personal, Fluggerät, Lieferungen, Waffen oder Finanzierung ist, ist sowohl destabilisierend als auch kontraproduktiv", sagte Earnest.

Der Sprecher reagierte damit auf Fotos, die syrische Kämpfer bei Facebook und Twitter veröffentlicht hatten. Die Bilder sollen russische Kampfjets und Drohnen über der Provinz Idlib zeigen, die von der mit al-Qaida verbündeten Nusra-Front und anderen Milizen kontrolliert wird. Unbestätigten Berichten zufolge ist unter anderem ein moderner Kampfjet vom Typ Suchoi 34 zu sehen. Bislang war nicht bekannt, dass Syrien über solche Kampfflugzeuge verfügt.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, Russland habe "um Genehmigungen für Militärflüge in Syrien" gebeten, es sei aber unbekannt, welche Ziele Moskau damit verfolge.

"Es ist an den Russen, genau zu erklären, was sie tun", sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook. Russland gehört zu den wichtigsten Unterstützern von Assad. Die USA und ihre Partner fordern hingegen seit Langem die Ablösung des Diktators. Zugleich geht eine Koalition unter Führung der USA in Syrien und im Irak mit Luftangriffen gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) vor. Eine Beteiligung Russlands daran würde die US-Regierung nach eigener Aussage begrüßen.

syd/AFP



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