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Selbstverwaltung: Syrische Kurden wollen autonome Region ausrufen

Die Kurden im Norden Syriens wollen eine eigene Regierung in den von ihnen kontrollierten Gebieten bilden. Die Türkei hatte mehrfach damit gedroht, dass sie das nicht dulden werde.

Die syrischen Kurden wollen nach eigenen Angaben eine autonome Region im Norden des Bürgerkriegslandes ausgerufen. Das berichten mehrere Medien. "Die Föderation wird das Zusammenleben garantieren und sichern", zitiert die Nachrichtenagentur dpa Kurdensprecher Idriss Nassan. Die türkische Regierung hatte wiederholt gedroht, dass sie einen Kurdenstaat in Nordsyrien nicht dulden werde.

Das Autonomiegebiet soll auch drei bereits existierende Selbstverwaltungen in Nordsyrien einschließen. Bestimmende politische Kraft in der Region ist die syrisch-kurdische Partei der Demokratischen Union (PYD). Sie ist der syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Die PYD kontrolliert weite Gebiete im Norden Syriens und führt diese faktisch bereits autonom.

Ein Dokument, dass die Bildung der autonomen Region beschreibt, wurde auf einer Konferenz in der syrischen Stadt Rmeilan debattiert. Vorgesehen sind demnach Gebiete mit demokratischer Verwaltung, die Wirtschaft, Sicherheit und Verteidigung selbst in die Hand nehmen.

Eigentlich sollte das neue Regierungssystem bereits am Mittwoch ausgerufen werden. Dann verschoben die Kurden die Entscheidung aber. Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprach von "logistischen Gründen" für den Aufschub. Am Donnerstag sollen die Gespräche zwischen Vertretern aus der Region fortgesetzt werden.

kev/AP/dpa/Reuters

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Fläche: 185.180 km²

Bevölkerung: 22,265 Mio.

Hauptstadt: Damaskus

Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad

Regierungschef: Imad Khamis

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