Krieg in Syrien Assads Luftwaffe setzt Angriffe auf Ost-Ghuta fort

Die Uno fordert eine sofortige Feuerpause, doch Baschar al-Assad ist das offenbar egal: Soldaten der syrischen Regierung setzen die Luftangriffe auf die Rebellenenklave Ost-Ghuta unvermindert fort.

Rauch über Ost-Ghuta
AFP

Rauch über Ost-Ghuta


Trotz internationaler Forderungen nach einem Ende der Gewalt haben regierungstreue Streitkräfte in Syrien erneut die Rebellenenklave in Ost-Ghuta angegriffen. In der Nacht und am Dienstagmorgen sei das Gebiet bei Damaskus bombardiert und mit Raketen beschossen worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

Den Aktivisten zufolge starben allein am Dienstag bislang 45 Zivilisten durch die Bombardements des Assad-Regimes, unter den Opfern sollen auch zwölf Kinder sein. Die Angaben der Organisation sind nicht unabhängig überprüfbar, haben sich aber in der Vergangenheit als richtig erwiesen.

Die verstärkten Luftangriffe dienen demnach der Vorbereitung einer Bodenoffensive gegen die Aufständischen. Am Montag seien mehr als 100 Menschen getötet worden, so viele an einem Tag wie seit drei Jahren nicht mehr.

Die Vereinten Nationen hatten eine sofortige Feuerpause gefordert. Die Gewalt in Ghuta ist Teil einer seit einigen Monaten verstärkten Kriegsführung an mehreren Fronten in Syrien. Der von Russland unterstützte Präsident Baschar al-Assad will die Wende in dem seit sieben Jahren anhaltenden Aufstand erzwingen.

Die Region Ost-Ghuta gehört in dem Bürgerkriegsland zu den letzten Gebieten, die noch unter Kontrolle von Rebellen stehen. Dominiert werden die Regierungsgegner dort von islamistischen Milizen. Das Gebiet ist seit Monaten von Regierungstruppen eingeschlossen. Rund 400.000 Menschen sind dort wegen der Blockade fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. Helfer berichten von einer dramatischen humanitären Lage. Es fehlt an Nahrung und medizinischer Versorgung.

als/AFP/Reuters



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