Grenze zur Türkei: Mehr als 3500 Syrer fliehen an einem Tag
Der Flüchtlingsstrom aus Syrien reißt nicht ab. Im Gegenteil: Rund 3500 Menschen retteten sich zuletzt binnen 24 Stunden über die Grenze zur Türkei. In Aleppo und anderen Städten gehen die Kämpfe weiter.
Damaskus - Der Bürgerkrieg in Syrien tobt seit Monaten mit unverminderter Härte. Leiden muss vor allem die Zivilbevölkerung. Deshalb verlassen viele Syrer ihre Heimat und bitten in den angrenzenden Ländern um Asyl. Vor allem die Grenze zur Türkei gilt als wichtige Auffangregion für Vertriebene. Nach Angaben der Regierung in Ankara überquerten in dieser Woche binnen 24 Stunden mehr als 3500 Menschen die Grenze. Das ist einer der höchsten Werte seit Beginn der Gewalt im Land.
Insgesamt sind in der Türkei nun rund 78.000 Menschen in Hilfslagern untergebracht. Retter vor Ort klagen zunehmend über Überlastung. Die Türken geben die Obergrenze ihrer Lager mit 100.000 Menschen an.
In diesem Zusammenhang hat die Flüchtlingsorganisation Pro Asyl die Bundesregierung aufgefordert, den Appell der Außenpolitiker aller Parteien zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien aufzugreifen.
Dazu gehöre auch ein Konzept zum Schutz von Flüchtlingen aus dem Irak, die in Syrien Zuflucht gesucht hatten, sagte Pro Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt am Freitag in Frankfurt am Main. Zudem sollten Maßnahmen zur Aufnahme von Familienangehörigen von in Deutschland lebenden Flüchtlingen aus der Region ergriffen werden.
Bombardement und Zwangsrekrutierung
Auch am Freitag kommen aus Syrien wieder Meldungen über Angriffe. Die Luftwaffe hat nach Angaben von Aktivisten mehrere Stadtteile der Wirtschaftsmetropole Aleppo bombardiert. Unter den Zielen sei auch das teilweise von Aufständischen kontrollierte Viertel Salahaddin, teile die in London ansässige Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit, die sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien stützt.
In der gleichnamigen Provinz Aleppo sei die Stadt Aasas attackiert worden, die bereits in den vergangenen Wochen Ziel von Angriffen war. Es seien Häuser zerstört worden, und es habe Verletzte gegeben.
jok/Reuters/dpa
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- Freitag, 24.08.2012 – 13:30 Uhr
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Bevölkerung: 22,505 Mio.
Hauptstadt: Damaskus
Staatsoberhaupt:
Baschar al-Assad
Regierungschef: Wail al-Halki
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