Damaskus - Ob es zwei Anschläge waren oder sogar vier Detonationen, ist unklar. Bei Terroranschlägen auf einen vorwiegend von Christen und Drusen bewohnten Stadtteil in Damaskus sind am Mittwoch nach Augenzeugenberichten bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 40 Menschen seien verletzt worden, sagten Anwohner.
Die Sprengsätze explodierten demnach am Morgen kurz hintereinander im Viertel Dscharamana im Osten von Damaskus. Zwei der Bomben waren in Autos versteckt. Die staatlichen Medien sprachen von 34 identifizierten Todesopfern. Außerdem seien die sterblichen Überreste von etwa zehn weiteren Menschen gefunden worden, die bislang nicht hätten zugeordnet werden können, meldete die Nachrichtenagentur Sana.
Zu den Anschlägen hat sich bislang noch niemand bekannt. In dem Stadtteil waren in den vergangenen Monaten mehrfach Bomben explodiert.
Mit überwältigender Mehrheit billigte derweil das Menschenrechtskomitee der Uno-Generalversammlung eine Resolution gegen Syrien. In der Entschließung werden die syrischen Behörden und die regierungsnahen Milizen wegen "schwerer Verstöße gegen die Menschenrechte und die Grundfreiheiten" scharf verurteilt und zur sofortigen Freilassung aller Häftlinge aufgerufen. Außerdem fordert die Resolution eine umgehende unabhängige internationale Untersuchung der Gewalt.
Das Komitee stimmte der Vorlage mit 130 zu zwölf Stimmen zu, es gab 35 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen unter anderem von Russland, China und Iran. Es gilt als nahezu sicher, dass die Resolution bei einer Abstimmung im Dezember von den Vereinten Nationen angenommen wird.
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Politik | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Ausland | RSS |
| alles zum Thema Aufstand in Syrien | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2012
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH