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Bürgerkrieg: Syrien meldet Angriffe israelischer Kampfflugzeuge

Bundeswehrflug nach Arbil: Ausrüstung für kurdische Kämpfer Fotos
Getty Images

Die israelische Luftwaffe hat Medienberichten zufolge Ziele in Syrien angegriffen. Das syrische Regime hat derweil nach einem Angriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" auf den Militärflughafen Dair as-Saur seine Attacken auf die Dschihadisten verstärkt.

Damaskus/Dair as-Saur - Am Sonntagnachmittag hat die israelische Luftwaffe verschiedene Ziele in Syrien nahe des Internationalen Flughafens Damaskus angegriffen. Auch die Stadt Dimas nahe der Grenze zum Libanon sei Ziel von Angriffen gewesen. Das meldet das syrische Staatsfernsehen. Es habe keine Verletzten geben. Anwohner in Damaskus berichteten von lauten Explosionen.

Ein von der Hisbollah betriebener Fernsehsender im Libanon meldete ebenfalls israelische Luftangriffe in der Nähe des Flughafens von Dimas. Angegriffen wurde auch der Militärflughafen Dair as-Saur im Osten Syriens. Die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hatte diesen bereits seit Donnerstag immer wieder bestürmt, das syrische Regime hat seine Attacken auf die Dschihadisten daraufhin verstärkt.

Militärische Auseinandersetzungen zwischen Israel und Syrien gibt es sporadisch im Bereich der seit dem Jahr 1967 zu zwei Dritteln von Israel besetzten Golanhöhen. Im September schoss Israel ein syrisches Kampfflugzeug über den Golanhöhen ab. Im März hatte die Luftwaffe Angriffe auf militärische Ziele in der Region Kuneitra geflogen. Damaskus liegt allerdings weiter im syrischen Landesinnern.

Für die Golanhöhen gilt seit dem Jahr 1974 ein Waffenstillstand, der von den Vereinten Nationen überwacht wird. Entlang der Demarkationslinie wurde eine Pufferzone eingerichtet. Die anhaltenden Gefechte der syrischen Regierungsarmee gegen Rebellen greifen aber immer wieder auf die entmilitarisierte Zone über und führten zu Verletzungen der Waffenstillstandslinie.

Im Sommer hatten syrische Rebellen fast vollständig die Kontrolle über die Osthänge der Golanhöhen übernommen. Damaskus versuchte daraufhin auch mit Luftunterstützung, verlorene Gebiete zurückzuerobern.

Kampf gegen IS am Militärflughafen Dair as-Saur

Im Osten Syriens hat das Regieme nach einem Angriff der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf den Militärflughafen Dair as-Saur im Osten Syriens seine Attacken auf die Dschihadisten verstärkt. In elf Luftangriffen habe die Luftwaffe von Präsident Baschar al-Assad am Sonntag IS-Stellungen rund um den strategisch wichtigen Flughafen bombardiert, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zugleich bemüht sich auch der Iran um Lösungen im Kampf gegen die Dschihadisten. Für kommende Woche hat Teheran über 40 Länder zu einer Konferenz eingeladen.

Die Militärflughafen von Dair as-Saur wird bereits seit Donnerstag von Kämpfern des IS angegriffen. Der Fliegerhorst ist die letzte Bastion der syrischen Streitkräfte in der Provinz Dair as-Saur, die ansonsten fast völlig unter Kontrolle des IS steht. Das Assad-Regime nutzt den Flughafen, um Gebiete unter IS-Kontrolle aus der Luft anzugreifen und die eigenen Truppen zu versorgen. Nach Angaben der Beobachtungsstelle waren in den vergangenen vier Tagen im Kampf um den Flughafen rund 120 Menschen ums Leben gekommen.

Am Samstag hatten die Dschihadisten mit einem Sturmangriff eine Entscheidung erzwingen wollen. Die sunnitischen Extremisten schickten dabei einen Selbstmordattentäter als "Türöffner" vor, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete. Die syrische Armee habe den Vormarsch jedoch stoppen und die Extremisten zurückdrängen können.

In der Nacht zum Sonntag und im Laufe des Tages habe das Regime mehrere Luftangriffe auf IS-Stellungen nahe dem Flughafen geführt. Am Samstag soll die syrische Luftwaffe ihre Gegner auch mit Chlorgas bombardiert haben. IS-Kämpfer litten unter Atemproblemen, meldeten die syrischen Menschenrechtsbeobachter. Einen klaren Beleg für den Einsatz von Chlorgas gab es aber nicht.

Iran will IS gemeinsam mit Irak und Syrien bekämpfen

In Syrien und im Irak hat der IS je rund ein Drittel Landesfläche unter seine Kontrolle gebracht und staatsähnliche Strukturen erschaffen. Die Dschihadisten sprechen von ihren Eroberungen als "Kalifat".

Im Kampf gegen dieses Kalifat wollen die Außenminister Syriens und des Iraks an einer von Iran initiierten internationalen Konferenz teilnehmen. Iran hat für kommenden Dienstag und Mittwoch zu der Tagung in Teheran aufgerufen. "Iran wurde in den letzten drei Jahrzehnten als Teil des Problems angesehen, jetzt aber als Teil der Lösung", sagte der Vizeaußenminister Mostafa Sahrani über die Initiative am Samstag.

nik/reuters/afp/dpa

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Bundeswehrflug nach Arbil: Ausrüstung für kurdische Kämpfer

Fläche: 1.648.195 km²

Bevölkerung: 79,476 Mio.

Hauptstadt: Teheran

Staatsoberhaupt und Religionsführer:
Ajatollah Ali Chamenei

Staats- und Regierungschef:
Hassan Rohani

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Irak: Der Eroberungszug des "Islamischen Staats"

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Staatsoberhaupt: Fuad Masum

Regierungschef: Haidar al-Abadi

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