Moskau - Die Regierung in Moskau hat die Entführung von zwei Russen in Syrien bestätigt. "Wir arbeiten aktiv an dieser Sache", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag der Agentur Itar-Tass zufolge. Alle notwendigen Schritte würden unternommen, sowohl in dem arabischen Land als auch bei Regierungen, die Einfluss auf die Syrer hätten, sagte der Minister.
Die russische Botschaft in Damaskus teilte mit, die Männer arbeiteten für ein privates Unternehmen und seien auf der Straße zwischen Tartus und Homs in der Nähe der Stadt Latakia verschleppt worden. Ein drittes Entführungsopfer stammt aus Italien. Bei der Firma soll es sich um ein Stahlwerk handeln.
Wann sich die Verschleppung ereignete und wie sich diese abspielte, war zunächst unklar. Auch lagen keine Angaben darüber vor, wer die Männer entführte. Von den drei Mitarbeitern fehlt derzeit jede Spur.
In der Hafenstadt Tartus betreibt Russland einen Marinestützpunkt. Moskau gilt als einer der letzten Verbündeten von Syriens Staatschef Baschar al-Assad. Die russische Regierung verhinderte im Uno-Sicherheitsrat bereits mehrfach Sanktionen gegen das Regime in Damaskus. Im Aufstand gegen Assad, der nun schon seit rund 21 Monaten andauert, wurden bisher mehr als 45.000 Menschen getötet.
Die Vereinten Nationen kündigten an, ihre Kontakte zur Opposition in Syrien stärken zu wollen. Sie habe die Assad-Regierung "informiert, dass wir mehr Kontakt zur Opposition in Syrien selbst suchen", sagte Uno-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos am Montag in New York. Zudem habe sie die syrische Führung bei einem Besuch am Samstag in der Hauptstadt Damaskus aufgefordert, zehn weitere Hilfsorganisationen zuzulassen.
heb/dpa/AFP
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