Krieg in Syrien Chemiewaffen-Organisation bestätigt weiteren Giftgaseinsatz

Bei einem Angriff in Syrien vor drei Monaten wurde Chlorgas eingesetzt. Das hat die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen nun festgestellt.

Syrer nach Angriff in Sarakeb
AFP

Syrer nach Angriff in Sarakeb


Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat den Einsatz von Giftgas bei einem Angriff in Syrien im Februar bestätigt. Eine Erkundungsmission sei zu dem Ergebnis gekommen, dass in der Stadt Sarakeb am 4. Februar Chlorgas aus Zylindern freigesetzt worden sei, teilte die Organisation in Den Haag mit. Das Chlorgas sei "wahrscheinlich als chemische Waffe eingesetzt worden", resümierten die Experten.

Die OPCW hat allerdings kein Mandat, Verantwortliche für den Einsatz von verbotenen Chemiewaffen zu benennen. Syrische Aktivisten hatten am 4. Februar gemeldet, dass elf Menschen nach Luftangriffen von Regierungstruppen in Sarakeb mit Atembeschwerden behandelt worden seien. Auch in den Folgewochen war die syrische Regierung beschuldigt worden, bei der Rückeroberung der Rebellenhochburg Ost-Ghuta mehrfach Giftgas eingesetzt zu haben.

Der Bericht der Organisation zum mutmaßlichen Einsatz von Chemiewaffen im April in Duma ist noch nicht veröffentlicht worden. Nach Angaben von Helfern und Ärzten wurden bei dem Angriff mehr als 40 Menschen getötet worden. Die OPCW arbeitet derzeit an einer Untersuchung auch dieses Falls.

cte/AFP



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