Nach mutmaßlichem Giftgasangriff OPCW-Experten auf dem Weg nach Syrien

Am Samstag sollen die Ermittlungen starten: Ein Team der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen wird im syrischen Duma den mutmaßlichen Giftgaseinsatz untersuchen.

Ein Rakete der syrischen Armee steigt in Ost-Ghuta in den Himmel
DPA

Ein Rakete der syrischen Armee steigt in Ost-Ghuta in den Himmel


Die Visa sind da: Die Ermittler der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) dürfen den mutmaßlichen Giftgasangriff in Duma untersuchen. Das sagte Syriens Uno-Botschafter Baschar al-Dschafari am Donnerstag in New York. Die OPCW in Den Haag bestätigte die Entsendung der Experten.

Diese sollen in zwei Gruppen am Donnerstag und am Freitag im Land eintreffen, um dann ab Samstag zu untersuchen, was genau in der Stadt in der Region Ost-Ghuta vorgefallen ist.

Bei dem am Samstag gemeldeten Giftgasangriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma sollen nach unterschiedlichen Angaben zwischen 42 und 85 Menschen getötet worden sein.

Uno will wieder zu Syrien beraten

Frankreich erklärte, Beweise für den Einsatz von Chemiewaffen durch die syrische Regierung zu haben. Auch die USA beschuldigen die Regierung von Präsident Baschar al-Assad, für den Angriff verantwortlich zu sein. Russland stellt dagegen in Frage, ob überhaupt ein Angriff stattfand.

Der Uno-Sicherheitsrat wollte am Donnerstag erneut über die drohende Eskalation in Syrien beraten. Am Dienstag waren dort gleich drei Resolutionsentwürfe zu Untersuchungen des gemeldeten Angriffs an Vetos Russlands und der USA gescheitert.

dop/dpa/AP



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