Syrienkrieg US-Außenminister Tillerson ermahnt die Türkei

Die türkische Militäroffensive lenkt aus Sicht von US-Außenminister Tillerson vom Kampf gegen den IS ab. Er will nun in Ankara darüber sprechen.

Rex Tillerson
AFP

Rex Tillerson


Eigentlich kämpfen die USA und die Türkei in Syrien gemeinsam gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Doch das Verhältnis zwischen den beiden Ländern ist angespannt.

Im Norden des Landes bekämpft Ankara die Kurdenorganisation YPG, Washington unterstützt die Gruppe im syrischen Bürgerkrieg.

Die türkische Militäroffensive lenkt aus Sicht der US-Regierung von dem gemeinsam vereinbarten Kampf ab, sagte US-Außenminister Rex Tillerson nun bei einem Außenministertreffen der internationalen Anti-IS-Koalition in Kuwait.

Das Hauptziel des Engagements der Nato-Partner USA und Türkei sollte die Niederschlagung des IS bleiben, sagte Tillerson. Am Donnerstag werde er in Ankara mit der türkischen Führung darüber sprechen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte mehrfach damit gedroht, die YPG in der nordsyrischen Kurdenenklave Manbidsch anzugreifen. In der Nähe sind auch US-Soldaten stationiert. Laut der Nachrichtenagentur dpa soll Erdogan den US-Streitkräften eine osmanische Ohrfeige angedroht haben, sollten sie sich dem türkischen Militär bei einem Angriff entgegenstellen.

höh/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.