Syrien Russische Kampfjets sollen US-Verbündete angegriffen haben

Ein russischer Luftangriff in Syrien habe ein Camp von Rebellen getroffen, die der US-Geheimdienst CIA trainiert hat - das sagt US-Senator McCain. Der Kommandeur der Gruppe bestätigt das laut einem Bericht.


Rebellen der Freien Syrischen Armee, die von den USA unterstützt werden, sollen in Syrien Ziel eines russischen Luftangriffs gewesen sein. Das sagte der republikanische US-Senator John McCain in einem Interview mit dem Sender CNN.

"Ich kann bestätigen, dass es Angriffe gegen Rekruten der Freien Syrischen Armee gegeben hat, die von der CIA bewaffnet und trainiert worden sind", so McCain. Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters bestätigte auch der Kommandeur der Rebellengruppe den russischen Luftangriff. Die Aufständischen dort hätten eine Ausbildung durch die CIA in Katar und Saudi-Arabien erhalten, sagte der Kommandeur demnach.

Seit Mittwoch fliegt das russische Militär Angriffe in Syrien. Dabei hat Moskau inzwischen eingeräumt, dass diese sich nicht nur gegen den "Islamischen Staat" richten. "Die Ziele werden in Zusammenarbeit mit dem syrischen Militär in Syrien ausgewählt", so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Zuvor hatten die Außenminister der USA und Russlands angekündigt, Militärexperten beider Länder sollten sich enger absprechen. So solle verhindert werden, dass sich die USA und Russland in Syrien versehentlich in die Quere kommen - genau das ist nun aber offenbar passiert.

Dass es bereits zivile Opfer bei den Angriffen gegeben habe, wies Russlands Präsident Wladimir Putin zurück. Entsprechende Bericht bezeichnete er als "Informationsangriffe".

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums bombardierten russische Kampfflugzeuge in der Nacht vier IS-Stellungen. In libanesischen Medien war von mindestens 30 Angriffen am Donnerstag die Rede.

anr/Reuters/AP

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 237 Beiträge
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ThomasGB 01.10.2015
1. Naja,
dann kann man es sich wenigstens aussuchen. Die einen nennen es "friendly fire" und die anderen "Kollateralschaden".
Mertrager 01.10.2015
2. Mal ehrlich, Hand hoch
... alle mal melden, die was anderes erwartet haben.
volker1964 01.10.2015
3. Interessante Wendung
Senator Mc Cain räumt mit seinem Vorwurf an Russland also ein, dass der CIA aktiv am Sturz Assads mitwirkt und Rebellen militärisch trainiert? Wundert das eigentlich keinen? Statt den Bürgerkrieg zu befrieden hintertreiben also die USA durch die Ausbildung und Bewaffnung von Rebellengruppen dieses Vorhaben und wollen den Konflikt einseitig für sich gewinnen? Ich finde das unerhört - nicht das Putin angeblich diese bombardiert, sondern dass diese Einflussnahme auf einen Bürgerkrieg nur dazu dient die amerikanischen Interessen zu wahren!
burgundy2 01.10.2015
4.
Pure Ironie des Schicksals, wenn das stimmt. Da trainiert und bewaffnet der Eine diese Terroristen, der Andere jene. Alles natürlich, um Frieden zu schaffen. Einen Frieden, der wieder einmal keiner sein wird. Bizarre Entlarvung der tatsächlichen Interessenslage.
chatty1974 01.10.2015
5. ein Luftangriff
Gegen 4 Kämpfer oder wieviel ausgebildete Kämpfer waren es noch mal die von den Usa ausgebildet wurden und noch kaempfen.
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