Über Stützpunkt in Syrien Russisches Transportflugzeug abgestürzt

In Syrien ist ein russisches Transportflugzeug abgestürzt. An Bord befanden sich nach offiziellen Angaben 39 Menschen.

Eine russische Antonow A-26
DPA/ RAF/ BRITISH MINISTRY OF DEFENCE

Eine russische Antonow A-26


Beim Absturz einer russischen Transportmaschine in Syrien sind 39 Menschen getötet worden. Das Flugzeug vom Typ Antonow A-26 sei beim Landeanflug auf den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim abgestürzt, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit.

Der Absturz sei nach Einschätzung des Militärs durch ein technisches Problem verursacht worden. "Nach Berichten vor Ort gab es keinen Beschuss auf das Flugzeug", hieß es in der Mitteilung russischen Agenturen zufolge. Die Maschine sei 500 Meter vor der Landebahn aufgeschlagen. An Bord seien sechs Mann Besatzung und 26 Passagiere gewesen. "Sie sind alle tot", teilte das Ministerium mit.

Die Antonow-26 ist ein leichtes Transportflugzeug, entwickelt speziell für den Einsatz in Kampfzonen. Es wird von zwei Propellern angetrieben.

Russland nutzt den Stützpunkt nahe der Stadt Latakia am Mittelmeer seit 2015 für den Einsatz seiner Luftwaffe in Syrien. Im syrischen Bürgerkrieg unterstützt Moskau die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Für das russische Militär ist es das zweite schwere Flugzeugunglück im Syrien-Einsatz. Ende 2016 war eine russische Maschine vom Typ Tupolew Tu-154 auf dem Weg nach Hmeimim abgestürzt. Die 92 Insassen starben.

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Der Stützpunkt hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, weil es dort mehrfach Angriffe von Rebellen gegeben hatte. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau waren beide Militäranlagen in der Nacht vom 5. auf den 6. Januar von mit Sprengstoff bestückten Drohnen angegriffen worden.

Als Startpunkt wurde den Angaben zufolge das Dorf Maouzra in der Provinz Idlib ermittelt - ein Gebiet, das von den syrischen Rebellen kontrolliert wird.

mho/heb/dpa/AFP



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