Bürgerkrieg Nachrichtenagentur meldet russische Panzerpräsenz in Syrien

Die Anzeichen mehren sich, dass Russland eine Militärbasis im Westen Syriens ausbaut. Laut Medienberichten hat Moskau nun auch Panzer geschickt.

Russischer T-90-Panzer (hier in Indien): Assad verstärkt unter die Arme greifen
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Russischer T-90-Panzer (hier in Indien): Assad verstärkt unter die Arme greifen


Russland hat offenbar etwa ein halbes Dutzend Panzer an einem Flugfeld nahe der syrischen Küstenstadt Latakia aufgefahren. Sieben Wagen des Typs T-90 seien nahe dem Flugplatz gesichtet worden, hieß es in Medienberichten, die sich auf US-Regierungskreise beziehen. Russland habe dort auch Artillerie aufgefahren. Diese sei defensiv angeordnet und solle wohl russisches Personal schützen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad, der im Bürgerkrieg im eigenen Land zunehmend in Bedrängnis gerät. Seit einiger Zeit kursieren Meldungen, Russland wolle Assad daher verstärkt militärisch unter die Arme greifen.

Vergangene Woche hatte es in US-Regierungskreisen geheißen, Russland habe rund 200 Marineinfanteristen auf den Flughafen bei Latakia verlegt, offenbar, um ihn auszubauen. Berichten zufolge landeten seit Anfang September mehrere Transportmaschinen vom Typ Antonow-124 an der syrischen Küste. Außerdem war von zivilen Frachtern die Rede, die Material über das Meer bringen würden.

Bei den Informationen über die Panzer handele es sich nun aber um das erste konkrete Anzeichen auf Offensivwaffen, die Russland nach Syrien liefere, zitierte der amerikanische Sender "Fox News" einen Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums.

kev/Reuters

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