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Satellitenbilder: Russland errichtet offenbar weitere Armeestützpunkte in Syrien

Satellitenaufnahmen aus Syrien: Mehr Fahrzeuge, neue Zelte Zur Großansicht
AFP PHOTO / CNES 2015 DISTRIBUTION AIRBUS DS / 2015 IHS: 1642918

Satellitenaufnahmen aus Syrien: Mehr Fahrzeuge, neue Zelte

Russlands Armee baut ihre Präsenz im Nordwesten Syriens offenbar weiter aus. Aktuelle Satellitenbilder legen den Schluss nahe, dass Moskau an zwei neuen Standorten weitere Truppen stationiert.

Im Umland der syrischen Hafenstadt Latakia entstehen derzeit offenbar zwei weitere Stützpunkte der russischen Armee. Darauf deuten aktuelle Satellitenaufnahmen hin, die von der Militärfachzeitschrift "IHS Jane's" veröffentlicht wurden.

Die Aufnahmen vom 13. September zeigen die Militärbasis Sanobar und die Waffenlagerstätte Istamo. In Sanobar, wo das syrische Militär Luftabwehrbatterien stationiert hat, lassen sich jüngst eingetroffene Fahrzeuge und Zelte ausmachen, die von der russischen Armee verwendet werden. In Istamo wurde der Boden großflächig planiert, offenbar um die Stationierung weiterer Einheiten vorzubereiten.

"Bei der Truppenansammlung handelt es sich eindeutig um eine größer werdende Interventionsarmee, die Russlands Fähigkeit stärkt, das Gebiet um Latakia zu verteidigen", sagte IHS-Redakteur Robert Monks. Die beiden neuen Stützpunkte liegen nur wenige Kilometer von der Küstenstadt entfernt, auf deren Flughafen die russische Armee in den vergangenen Wochen rund 28 Kampfflugzeuge, 15 Hubschrauber und neun Panzer verlegt hat. Laut einem Bericht der "Financial Times" will Moskau in Latakia bis zu 2000 Soldaten stationieren.

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Satellitenfotos: Russland baut Militärpräsenz aus

Russland will mit der Truppenverlegung nach eigener Darstellung dem Assad-Regime im Kampf gegen die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) helfen. Die US-Regierung hat zögerlich auf die Ankündigung aus Moskau reagiert. Inzwischen führen die Geheimdienste beider Staaten aber erste Gespräche um zu verhindern, dass sich Flugzeuge der US-geführten Militärkoalition und der russischen Luftwaffe über Syrien in die Quere kommen.

Nach Einschätzung von US-Außenminister John Kerry sollen die russischen Kampfflugzeuge in erster Linie die eigene Basis in Latakia schützen. "Im Moment denken unsere Militärs und die meisten unserer Experten, dass das Niveau und die Art der Flugzeuge eine Schutzkraft darstellen", sagte Kerry bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Washington. Zugleich räumte er ein, es gebe einige Flugzeuge, bei denen sich die Frage nach den "langfristigen Intentionen" der Russen stellen könnte.

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syd/Reuters/AP/AFP

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